Neuenburg - „Ach, ich freue mich immer so, wenn Backtag ist, das Brot und der Kuchen schmecken so gut“, meinte Thea Warnken am Sonntag. Aber am liebsten isst sie Rosinenstuten, verriet die rüstige Seniorin aus Schweinebrück.
So wie sie, hatten schon viele auf den ersten Backtag in diesem Jahr gewartet. Der Heimatverein Neuenburg startete die neue Backsaison am Sonntag. Es kamen einige Besucher nur kurz auf das Rauchkatengelände beim Schloss, um sich ihre Lieblingssorten des frisch gebackenen Brots zu holen. Andere blieben eine Weile und ließen sich mit Kuchen und Tee von den Mitgliedern des Heimatvereins an den Tischen beköstigen.
Schon jeweils am Donnerstag vor dem Backtag wird der Ofen angeheizt und nach dem Erlöschen der Glut kann in der Restwärme mit dem anspruchsvolleren Backen des Schwarzbrotes begonnen werden. Weitere schmackhafte Brotsorten und verführerisch duftende Kuchenvariationen kommen hinzu. Jährlich werden in dem kleinen Ofen etwa eineinhalb Tonnen Mehl verbacken. Dieses stammt ebenfalls aus einem Museum, es wird aus heimischen Korn in der Rutteler Mühle gemahlen.
Zufällig kam Familie Folkers aus Wilhelmshaven auf ihrer Radtour hier vorbei und staunte über den Besucherandrang. Sie fanden für eine kurze Rast kaum einen freien Platz an den 15 Tischen. Nach einer Tasse Tee und Kuchen radelten sie Richtung Heimat. Regelmäßig kommen auch Kira Lange und Tomke Hinrichs aus Zetel hierher, um Graubrot zu kaufen. „Heute sind wir mit dem Auto gefahren, fürs Radfahren war es uns zu warm“, erzählten sie.
14 Mitglieder des Heimatvereins beköstigten die Gäste. Dies werden sie wieder am 2. Juli und am 6. August tun.
