Bösel - Das Unternehmen „fm Büromöbel“ in Bösel investiert in zweistelligem Millionenbereich in den Standort an der Glaßdorfer Straße: Unter dem Titel „fm woodflow 2020“ will der Büromöbelhersteller eine hochmoderne Fließfertigung auf dem Firmengelände aufbauen – diese werde „einzigartig in der Branche“ sein, informierte die Geschäftsführung am Montag.
Vom Einlagern der Rohspanplatten bis zum fertigen Büromöbel werden dann alle Arbeitsschritte vollkommen automatisiert ablaufen. Die alte Produktionsstätte, in der Firmengründer Franz Meyer seine Fertigung aufgenommen hatte, ist bereits Vergangenheit. Entstehen sollen eine Produktionshalle und ein vollautomatisches Hochregallager mit 280 Stellplätzen für Holzwerkstoffplatten. „Mit der Auftragseingabe erfolgt punktgenau die computergesteuerte Disposition der benötigten Holzwerkstoffplatten“, so das Unternehmen.
Der Auftrag geht direkt als Einzelauftrag in die Produktion zur Weiterbearbeitung in die zwei so genannten innovative „Cuttingcenter“: Millimetergenau – „mit einem um 20 Prozent verringerten Verschnittanteil“, so fm, arbeiteten die Zuschnittanlagen „ökologischer, ökonomischer und mit einer absolut verbesserten Schnittqualität als herkömmliche Sägen“. Die zugeschnittenen Einzelteile werden dann vollautomatisch einem neuen Laserkantenkreislauf zugeführt. Ebenso vollautomatisch werden nach der Bekantung alle Teile in einem Sortierspeicher sortiert und zwischengelagert, um anschließend alle Halbfertigteile dem hochmodernen Bohrzentrum und der Montagelinie zuzuführen.
„Von der rohen Spanplatte bis zum fertigen Schrank vergehen nur noch vier Stunden Durchlaufzeit“, freut sich die fm-Geschäftsführung. „Das ist Weltrekord.“ Durch die schnellen Durchlaufzeiten würden die Lieferzeiten erheblich reduziert, so das Unternehmen weiter, zudem könne auf spezielle Kundenwünsche reagiert werden.
Umgesetzt wird die Fließfertigung in zwei Bauabschnitten mit dem Unternehmen IMA Klessmann GmbH. Gestartet war das Projekt vor drei Jahren. Die Montagelinie und der Pufferspeicher seien bereits 2013 installiert worden und liefen seitdem „ausgesprochen erfolgreich“, so fm. 2014 wird das automatische Hochregallager, die Cuttingcenter und der Laser-Kantenkreislauf integriert. Im April/Mai 2015 soll die Fertigung abgeschlossen sein.
Wie hoch die Investitionen genau sein werden, darüber machte das Unternehmen keine Angaben.
