Bremerhaven/Nordenham - Nach dem ersten Tag der Erörterung der Einwendungen gegen das geplante Offshore-Terminal des Landes Bremen in Bremerhaven (OTB) sind die Zweifel an der Zulässigkeit des Verfahrens und an den Bedarfsberechnungen aus Sicht der Grünen-Landtagsabgeordneten und künftigen Butjadinger Bürgermeisterin Ina Korter nicht ausgeräumt. „Natürlich brauchen wir die Offshore-Technologie als Teil der Energiewende“, meint sie. Aber wenn derart gravierende Eingriffe in Natur und Landschaft und den Weserstrom mit so erheblichen Auswirkungen zum Beispiel auf Schiffssicherheit und Verschlickung des Fedderwarder Priels geplant werden, dann müsse die volkswirtschaftliche Notwendigkeit glasklar begründet sein und eine hieb- und stichfeste Alternativenprüfung vorgelegt werden. Die Bedarfsanalyse gehe von nicht nachvollziehbaren Grundlagen aus. Die Zulässigkeit eines Verfahrens, das die noch beklagte Weservertiefung voraussetze, sei rechtlich unklar. Ina Korter befürchtet auch negative Auswirkungen für den Großensieler Sportboothafen, das Nordenhamer Strandgelände, den Hafen Fedderwardersiel und die Küstenfischerei und auch für die Schiffssicherheit beim späteren Betrieb des OTB.