Berlin - Die deutsche Wirtschaft lässt sich von Flüchtlingskrise, Terrorgefahr und China-Schwäche nicht beirren – und schafft nach Einschätzung der Industrie 2016 ein Wirtschaftswachstum von knapp zwei Prozent. Als Treibstoff gelten günstige Ölpreise, niedrige Zinsen und der schwache Euro zum US-Dollar, was deutsche Exporte billiger macht.

Das treibe den Konsum an: „Wer weniger Geld fürs Tanken und Heizen braucht und fürs Sparen nicht belohnt wird, der gibt mehr Geld aus“, sagte der Präsident des Industrieverbandes BDI, Ulrich Grillo, am Mittwoch in Berlin. Die Industrie ist mit ihrer Prognose deutlich zuversichtlicher als andere Ökonomen oder die Bundesregierung.

Auch das deutsche Baugewerbe ist optimistisch und rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von drei Prozent – auch wegen der vielen Flüchtlinge, die untergebracht werden müssen. „Die Auftragsbücher sind für die nächsten Monate gut gefüllt. Ein Orderzuwachs um 14 Prozent belegt die gute Auftragslage“, berichteten Spitzenvertreter des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) und des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) in Berlin.