Wiesbaden - Sinkende Energiepreise haben die Inflationsrate im Juni gedrückt. Die Verbraucherpreise lagen nur um 0,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mit. Im Mai hatte die Rate nach vier Anstiegen in Folge noch bei 0,7 Prozent gelegen. Binnen Monatsfrist sanken die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent.

Gebremst wird der Preisauftrieb weiterhin vor allem von Energieprodukten. Binnen Jahresfrist wurde Energie 5,9 Prozent billiger. Der Rückgang fiel damit stärker aus als im Mai. Im Mai waren zudem die Preise für Pauschalreisen wegen der Pfingstferien deutlich gestiegen. „Im Juni dürfte es nun eine Gegenbewegung gegeben haben“, sagten Experten der Commerzbank.

Tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahr mussten Verbraucher für Nahrungsmittel (plus 1,0 Prozent) und Wohnungsmieten (plus 1,2 Prozent).