Cloppenburg - Auch die 5. Auflage des Fachforums Schwein – diesmal erstmals am Nachmittag – ist am Mittwoch ein voller Erfolg geworden. Bis zum letzten Zentimeter war die Cloppenburger Münsterlandhalle von den 70 Ausstellern belegt. Mindestens 1500 Besucher nutzten den vom gastgebenden Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Arendt Meyer zu Wehdel (Badbergen), so bezeichneten „bunten Strauß“ an Informationen, Anregungen und Ideen. „Es muss auch an den spannenden Themen liegen“, meinte das Trio der Kammer um den Präsidenten, den Leiter des Geschäftsbereiches Landwirtschaft, Dr. Ludwig Diekmann, und den Fachreferenten für die Schweinezucht und -haltung, Dr. Heiko Janssen.
Es fiel auf, dass vor allem Fachfirmen im vorgelagerten Bereich, ob Ferkel- oder Futterlieferanten, die Chance der Präsentation nutzten. Sie kamen wie die Besucher aus allen Landesteilen.
Elf Millionen Schweine stehen in den Ställen in Niedersachsen, 60 Prozent grunzen im Weser-Ems-Bereich, 1,2 Mio. im Kreis Cloppenburg, 1,1 Mio. im Kreis Vechta. Dabei haben die Sauenhalter zuletzt angesichts neuer Anforderungen erheblich abgebaut.
Noch präsenter ist der Schweinemarkt bei den Schlachtungen. 16 der 20 Mio. niedersächsischen Schweineschlachtungen registriert der Weser-Ems-Bereich, 9 Mio. allein der Kreis Cloppenburg.
Meyer zu Wehdel richtete das Augenmerk der Schweinemäster auf die Tiergesundheit, die zudem in Fachvorträgen von Dr. Friedrich Delbeck, einem gelernten Schlachter und seit 2005 erfahrener Tierarzt im Schweinegesundheitsdienst der Kammer, und Ulrich Lossie, Abteilungsleiter bei der Deula Nienburg, noch vertieft wurde. „Ohne gesunde Tiere gibt es keine erfolgreichen Bauern“, fasste der Kammerpräsident zusammen. Kosten müssten im Blick bleiben, denn weltweit seien derzeit die Rohstoffe knapp und teuer wie noch nie. „Die Margen werden dünner.“
Gerade der Schweinemarkt müsse, so Meyer zu Wehdel, einem besonderen Umbruch gerecht werden. Dazu sei aber auch das Vertrauen der Verbraucher nötig. Jeder Landwirt sei zu individuellen Tagen des offenen Hofes und zum Dialog mit dem eigenen sozialen Umfeld aufgefordert.
