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Integration „Wollen Vorurteile abbauen“

Tetyana Krau
FRIESOYTHE - Russlanddeutsche – wer sind sie, woher kommen sie und was treibt sie als Zugezogene nach Deutschland? Für die große Mehrheit der alteingesessenen Deutschen sind die Russlanddeutschen noch immer Unbekannte. Dabei ist fast jeder fünfte in Friesoythe ein Zugezogener. Sie sind meistens Einwanderer aus den Nachfolgestaaten der UdSSR. Die

NWZ

  wird in einer neuen Serie rund um neuzugezogene Familien und deren Lebensgeschichten berichten.

Um die Integration von Russlanddeutschen in das gesellschaftliche Leben in Deutschland kümmert sich der Verein Zusammenarbeit mit Osteuropa – kurz ZMO. Den Regionalverband Friesoythe gibt es seit 2002. Die ehrenamtlichen Betreuer des Verbandes beraten die „Neuankömmlinge“ bei ihrem Start in Deutschland, helfen ihnen beim Ausfüllen der Formulare und Anträge und unterstützen sie bei Behördengängen. „Wir bemühen uns, den Neuzugezogenen das Einleben in gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Bereiche zu erleichtern, um ihre Gleichstellung zu erreichen“, sagt Maria Maul, Vorstandsvorsitzende von ZMO.

Außer beratender Tätigkeit beschäftigt sich der ZMO-Verband Friesoythe mit kulturellen Veranstaltungen und verschiedenen Aktivitäten in der Jugendarbeit. „Das Engagement unseres Vereins dient dem Abbau der Vorurteile auf beiden Seiten. Wir organisieren beispielsweise Lesungen mit Autoren, die über die Geschichte der Russlanddeutschen geschrieben haben“, sagt Maul. Und sie ergänzt: „Zudem dient unser jährlicher Herbstball dazu, Alteingesessene und Zugezogene zusammenzubringen und dadurch die kulturellen Spannungen zu lockern.“

Fast alle ZMO-Mitglieder haben selbst den Eingliederungsprozess erlebt, und sie beherrschen auch die Sprache der Neuankömmlinge, sagt Maul. Das sei ein großer Vorteil. „Wir haben schon eine ganze Menge gemacht und vieles erreicht. Manche interkulturellen Barrieren lassen sich aber nur schwerlich überwinden. Integration bleibt eine Zukunftsaufgabe“, so Maria Maul.

Der Verein Zusammenarbeit mit Osteuropa wurde 1971 gegründet. Seit 2002 gibt es ZMO auch in Friesoythe. Friedvolles Zusammenleben war und ist die Absicht von ZMO. Die Integration der Neuzugezogenen ist das Hauptziel.

ist Maria Maul aus Friesoythe. Sie ist unter Telefon  04491/40128 erreichbar, E-Mail: zmo.friesoythe@live.de


in der Woche bietet der ZMO-Regionalverein Sprechstunden für Neuzugezogene an. Jeden Montag von 13 bis 16 Uhr können alle Ratsuchende im Rathaus am Stadtpark in Friesoythe die Unterstützung von ZMO in Anspruch nehmen.

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