Luxemburg - Der Chiphersteller Intel ist mit seiner Klage gegen eine milliardenschwere EU-Kartellstrafe gescheitert. Das EU-Gericht bestätigte am Donnerstag in Luxemburg die Rekord-Geldbuße in Höhe von 1,06 Milliarden Euro und wies die Klage von Intel „in vollem Umfang“ ab. Die EU-Kommission habe 2009 richtig entschieden – und die Strafe sei verhältnismäßig, urteilten die Richter. Die EU-Kommission hatte den Chip-Riesen wegen des Missbrauchs einer dominanten Marktstellung bestraft.

Nach Erkenntnissen der Behörde hatte Intel von 2002 bis 2007 Computerhersteller mit Rabatten dazu bewegt, die Chips des Konzerns statt Prozessoren des Konkurrenten AMD zu kaufen. Damit habe Intel den einzigen ernsthaften Wettbewerber vom Markt drängen wollen. Die damalige EU-Kommissarin Neelie Kroes sagte 2009: „Intel hat Millionen europäischer Verbraucher geschadet, indem es viele Jahre lang gezielt versucht hat, Wettbewerbern den Zugang zum Computerchipmarkt zu verwehren.“ Intel kann gegen das Urteil Rechtsmittel vor dem Europäischen Gerichtshof einlegen.