Der demografische Wandel war am Donnerstagabend im Rathaus Thema eines Gespräches zwischen Gemeindeverwaltung und Gewerbetreibenden. Fachbereichsleiter Uwe Schubert zieht Bilanz. 

Wie fällt Ihr Fazit aus?

SchubertEs war inhaltlich eine sehr gelungene Veranstaltung. Die 15 Teilnehmer haben einen Querschnitt aller Betriebsformen dargestellt. Große Industriebetriebe wie Amazone und Labom waren ebenso vertreten wie Handwerksbetriebe, eine Straßenbaufirma, ein Autohaus und eine Spedition. Auch der Gewerbe- und Verkehrsverein Hude sowie die Werbegemeinschaft Wüsting saßen mit am Tisch.

Spürt die lokale Wirtschaft den demografischen Wandel bereits?

SchubertAmazone und Labom haben zumindest kurz- bis mittelfristig keine Probleme bei der Rekrutierung von Personal. Allerdings gehen bei Amazone in fünf, sechs Jahren starke Arbeitnehmer-Jahrgänge in den Ruhestand. Im Handwerk gibt es bereits jetzt Probleme, geeignete Bewerber für Stellen zu finden.

Welche Anforderungen ergeben sich daraus für die Gemeinde Hude?

SchubertDie Gemeinde muss darauf achten, eine gute Infrastruktur vorzuhalten. Die Schaffung von Bauplätzen und Mietwohnraum sowie eine gute Ärzteversorgung wurden genannt. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht im Vordergrund. Mit flexiblen Betreuungszeiten in Kindergärten und dem Angebot an Krippenplätzen sehe ich uns gut aufgestellt. Allerdings wurde deutlich, dass es für Erwerbstätige immer wichtiger wird, die Betreuung und Pflege von Familienangehörigen in Einklang mit ihrem Job zu bringen. Diese interessanten Ansätze wollen wir nun weiterverfolgen.

In welcher Form?

SchubertWir haben das Thema gleich am Freitag in der Fachbereichsleiter-Runde erörtert. Um die Ergebnisse auf eine breitere Grundlage zu stellen, ist angedacht, die konkrete Bedarfslage bei möglichst vielen Betrieben abzufragen.