Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

„Interessen sind deckungsgleich“

Anna Zacharias

Dr. Torsten Staack ist Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) in Damme. Am Dienstag haben die Mitglieder einen neuen Vorstand gewählt.

FRAGE:

Mit welchen Problemen sehen sich Schweinebauern heute konfrontiert?

STAACK

: Die Bauern müssen einen Spagat schaffen: Auf der einen Seite müssen sie zu niedrigen Weltmarktpreisen produzieren, auf der anderen sind die Kosten hoch und steigen weiter. Futtermittel sind teuer und die Bauern müssen zudem eine Vielzahl von Auflagen erfüllen, zum Beispiel den Tier- und Umweltschutz betreffend.

FRAGE:

Vor der Mitgliederversammlung hatte die „Initiative Pro ISN“ Kritik geübt. Ist diese aus der Welt?

STAACK

: Die Initiative zeigt, wie lebendig die ISN ist– im Prinzip sind die Ziele aber deckungsgleich. Es geht aber um den Weg, wie wir diese erreichen. Einige Gemüter sind sicherlich noch erhitzt, aber nach den Wahlen haben wir einen guten Mix im Ehrenamt, so dass alle vertreten sind. Einigen Mitgliedern hatte es in der Öffentlichkeitsarbeit an Lautstärke gefehlt.

FRAGE:

Sie wollen „Ställe öffnen um zu zeigen, wie es wirklich ist“. Können Sie so Vorwürfe von Tierschützern aus dem Weg räumen? 

STAACK

: Die Schweinebauern wurden unverschuldet schnell in eine Täterrolle gedrängt, z.B. beim Dioxinskandal. Wir wollen der Gesellschaft aktiv zeigen, was die Schweinehalter tun und warum sie es tun. Natürlich kann nicht jeder Stall jederzeit für alle offenstehen – auch aus (seuchen-) hygienischen Gründen. Ein Bauer ist immer auch daran interessiert, dass es den Schweinen gut geht. Wir setzen uns bei diesen wichtigen Themen, wie der Ferkelkastration, mit Tierschützern und den Ministerien an einen Tisch. Derzeit suchen wir gemeinsam nach Lösungsalternativen. Der Ausstieg aus der Ferkelkastration steht fest.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden