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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

RECYCLING: Interseroh expandiert im Nordwesten

07.08.2007

WILHELMSHAVEN Der Interseroh-Konzern (Köln), eine der großen Adressen im deutschen Geschäft mit Altmaterial, setzt beim Ausbau des Metall-Geschäfts auch auf Wilhelmshaven. Der Standort der Tochter Interseroh Jade-Stahl GmbH solle „aktiv ausgebaut werden“, sagte Vorstandsvorsitzender Johannes-Jürgen Albus in einem Gespräch mit dieser Zeitung.

Im laufenden Jahr werde kräftig expandiert, erläuterte Albus. Jade-Stahl werde voraussichtlich 150 000 Tonnen Nichteisen-Metalle und Stahlschrotte aufbereiten – nach 120 000 im Jahr zuvor. Mit weiteren Standorten in Hannover, Braunschweig, Bremen und Leer komme Interseroh in Niedersachsen/Bremen auf mehr als 500 000 Tonnen. Das Material wird im Umkreis der Standorte von jeweils 50 bis 70 Kilometern mit eigenen Lastwagen bei Partnern „eingesammelt“.

Interseroh setzt in Wilhelmshaven auf „Qualitätsschrott“ mir relativ großer Wertschöpfung, wie Geschäftsführer Kurt Lange erläuterte. Wichtigste Kunden seien deutsche Stahlwerke, wie Georgsmarienhütte Salzgitter und Lingen, vor allem die Bremer Arcelor-Hütte. Diese Kunden bekommen bedarfsgerechte, saubere Altmetall-Qualitäten von der Jade geliefert.

Das geschieht im Falle Bremen per Bahn über Sande, Oldenburg und Wilhelmshaven mit Zügen der „Weser-Bahn“. Die Güter-Tochter der Deutsche Bahn bedient das Interseroh-Gleis nicht mehr. Der Kölner Konzern bedauert, in Wilhelmshaven keinen Binnenwasserstraßen-Anschluss zu haben (wie in Leer, Bremen und Hannover). Denn der größte Teil des Schrotts – etwa zwei Drittel – werde an Kunden im Inland, meist mit eigener Anlegestelle, verkauft.

Vom kommenden Jade-Weser-Port erhofft sich auch Jade-Stahl Impulse. Einerseits falle bei den Baumaßnahmen viel Qualitätsschrott an. Zudem könne man Container mit Altmetallen etwa für asiatische Kunden künftig wesentlich preisgünstiger auf den Weg bringen. Bisher würden Container für China z.B. über Hamburg verfrachtet.

Interseroh hat in Wilhelmshaven 98 Mitarbeiter. Geschäftsführer Kurt Lange hat erstmals auch sechs Frauen als Sortiererinnen eingestellt. Es werde zunehmend schwierig, Fachkräfte wie zum Beispiel Baggerführer oder Anlagenfahrer zu finden.

Seit 2006 eigenes duales System

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Die Interseroh AGist seit ihrer Gründung 1991 zu einem der größten Dienstleistungs- und Rohstoffkonzerne Europas gewachsen. Das Unternehmen mit Sitz in Köln setzte 2005 insgesamt 946,9 Millionen Euro um. Der Konzernüberschuss betrug 19 Millionen Euro. Europaweit beschäftigt Interseroh rund 1300 Mitarbeiter.

Schwerpunkte des Geschäfts sind Stahl- und Metallrecycling, Rohstoffhandel, Pfandsysteme und die Verpackungsrückführung. Seit August 2006 bietet Interseroh in Deutschland flächendeckend ein duales System an und tritt somit als Wettbewerber auf dem ehemaligen Monopolmarkt des Grünen Punkts auf.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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