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INTERVIEW „Krone bleibt auch künftig ein Familienunternehmen“

Ein Börsengang scheidet für den Hersteller von Maschinen, Anhängern, und Landtechnik aus Spelle und Werlte aus. Das sagt Alfons Veer.

Von Dieter W. Heumann

Frage:

Die Geschäfte florieren. Krone steht vor der ersten Umsatzmilliarde . . .

Veer:

. . . und wird sie im laufenden Geschäftsjahr 2006/2007 überschreiten, darauf deutet unser enormer Auftragszuwachs von 85 Prozent im bisherigen Jahresverlauf hin. Wir haben uns daher entschlossen, die Kapazitäten sowohl bei der Endmontage als auch bei der Farbgebung und bei unserem Kompetenzpartner Brüggen in Herzlake (Zulieferer von Wechselbrücken und Komponenten, die Red.) – von bisher 30 000 auf 50 000 Fahrzeuge pro Jahr zu erhöhen und die Zahl unserer Mitarbeiter im Fahrzeugbereich um weitere 300 in Werlte aufzustocken.

Frage:

Sind Übernahmen geplant?

Veer:

Wir schauen uns natürlich am Markt um, wer zu uns passen könnte. Aktuell gibt es aber keine konkreten Pläne.

Frage:

Krone hat bisher keine Produktion in kostengünstige Länder ausgelagert. Was macht Produzieren im Emsland so reizvoll?

Veer:

Der Standort Emsland ist für uns ideal. Wir finden hier fleißige, engagierte Mitarbeiter in ausreichender Zahl - zu vertretbaren Kosten. Wir produzieren mitten im ländlichen Raum, was besonders unserer Landtechnik zu Gute kommt. Auch das weltweite Vertriebsnetz lässt sich aus dem Emsland heraus problemlos steuern.

Frage:

Ist für ein Unternehmen wie Krone nicht der Gang an die Börse überlegenswert, um sich die nötigen Kapitalquellen günstig zu erschließen?

Veer:

Die Sicherung der Kapitalkraft ist eine der zentralen Aufgaben unserer Holding, die ergiebige Finanzquellen erschlossen hat. Ein Börsengang mit all seinen Auflagen scheidet aus: Krone ist ein traditionsreiches mittelständisches Familienunternehmen.

Frage:

. . . und wird es bleiben?

Veer:

Die Weichen sind für die nächsten Jahrzehnte entsprechend gestellt. Der jetzige Inhaber der Krone-Werke – Dr. Bernard Krone – hat bereits 2004 die Entscheidung getroffen, das Unternehmen auf seinen Sohn Bernard Krone zu übertragen, der seit Jahresbeginn aktiv in der Geschäftsführung der Holding mitwirkt. Damit ist sichergestellt, dass Krone auch in vierter Generation ein Familienunternehmen bleibt.

Frage:

Haben Finanzinvestoren bereits bei Krone angeklopft?

Veer:

Ja, das kommt gelegentlich vor. Aber solche Anfragen gehen bei Krone über das erste Telefonat nicht hinaus.
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