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INTERVIEW „Lebendiges Grün statt tristes Grau“

Von karoline schulz

Frage:

Am Mittwochabend sprachen Sie über die Neugestaltung öffentlicher Grünflächen. Was ist das Neue an ihren Ideen?

benjes:

Unser Arbeitskreis „Holunderschule“ – das sind derzeit zwölf Fachplaner aus ganz Niedersachsen – befasst sich mit der naturnahen Gestaltung von Spielplätzen, Schulhöfen und Außenflächen von Kindergärten. Ziel ist es, Betonflächen aufzuheben und Grünflächen zu schaffen, um so einfache Erlebnisräume für Kinder zu schaffen. In meiner Tätigkeit als Lehrer habe ich Schulhöfe als trauriges Kapitel kennen gelernt. Dabei ist tristes Grau so schnell in lebendiges Grün umgewandelt!

Frage:

Wie sehen diese Erlebnisräume aus und warum sind sie überhaupt von Bedeutung?

Benjes:

Wir legen beispielsweise Kuhlen zum Buddeln an, errichten Kletterbäume und pflanzen heimische Büsche zum Verstecken. Kinder brauchen Höhlen, denn Verstecken ist ein Urbedürfnis. Außerdem werden im Gelände „ruhige Ecken“ geschaffen, in denen die Kinder mit Reisig, Ästen und Brettern experimentieren dürfen. Die Folge dieses Natur-Erlebens ist, dass die Kinder ruhiger und kreativer werden.

Frage:

Angenommen, eine Gemeinde oder ein Ortsverein interessiert sich für Ihr Angebot, inwieweit unterstützt die „Holunderschule“ die Umgestaltung von öffentlichen Flächen?

benjes:

Zunächst stellen wir unser Projekt vor und versuchen, freiwillige Helfer zu gewinnen. Als nächstes begehen wir gemeinsam das Gelände und tauschen Ideen über die Umgestaltung aus. Dann folgt in einem Workshop die Erstellung eines Geländeplans, der potenziellen Sponsoren vorgelegt werden kann. Auf diese Weise konnten wir etwa von der Umweltlotterie Bingo oder einer großen Optikerkette schon häufiger Gelder mobilisieren.

Frage:

Wie ist ihre Erfolgsbilanz nach 13 Jahren „Holunderschule“?

benjes

:

Insgesamt haben wir rund 900 Projekte betreut, die meisten in Niedersachsen, aber einige auch in Belgien und Luxemburg.
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