Der Experte Andreas Gernt (Hannover) gibt Ratschläge zur Geldanlage. Seit Freitag ist eine bundesweite Hotline für Fragen zur Finanzkrise geschaltet.
Von Benjamin Kleemann
Frage:
Herr Gernt, seit Freitag haben die Verbraucherzentralen eine kostenlose bundesweite Telefon-Hotline (0800/6648588) für Fragen zur Finanzkrise eingerichtet. Warum wurde das nötig?Gernt:
Viele Menschen sind enorm verunsichert. Und die große Nachfrage bei den Verbraucherzentralen zeigt uns, wie sehr sich die Ratsuchenden nach unabhängigen und verlässlichen Informationen sehnen. Allein in den ersten zwei Stunden, die die Hotline geschaltet war, gab es etwa 8500 Anfragen.Frage:
Welche Fragen beschäftigen die Menschen?Gernt:
Die Bandbreite ist groß. Wie sicher ist das Geld auf meinem Girokonto oder dem Sparbuch? Soll ich aus meinem Fond aussteigen? Und was ist mit meinem Bauspar- oder Riester-Vertrag? Aber auch was mit ihren Aktien, Anleihen oder anderen Geldanlagen passiert, wenn ihre Bank pleite geht, wollen die Menschen wissen.Frage:
Welchen Rat können sie grundsätzliche geben?Gernt:
Das Verkehrteste ist, sofort zur Bank zu gehen und alles Geld abzuziehen. Denn viele Anlagen sind durch Sicherungsfonds und die Garantie der Regierung geschützt. Man sollte ruhig bleiben und seine Möglichkeiten sorgfältig prüfen. Dafür ist es notwendig, sich über die Chancen und Risiken der eigenen Geldanlagen beraten zu lassen. Auch unter dem Kopfkissen ist das Geld nicht sicher.Viele Antworten gibt es zudem unter www.verbraucherzentrale-
niedersachsen.de
