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INTERVIEW „Werbung für Milch sollte frecher werden“

Von Rüdiger zu Klampen

Frage:

Frau Kindler, wie steht es am heutigen Tag der Milch um die Milch? Ist sie als Getränk noch angesagt?

Kindler:

Moment, Milch ist kein Getränk wie die vielen Brausen im Regal, sondern ein Nahrungsmittel mit sehr wertvollen Inhaltsstoffen!

Frage:

Ist sie auch populär?

Kindler:

Ganz klar ja. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Trinkmilch ist mit 64,8 Kilogramm höher als vor 20 Jahren, als es 60,8 Kilo waren. Allerdings meinen wir, dass man den Absatz noch steigern könnte.

Frage:

Und wie?

Kindler:

Das Image der Milch ist – allen Ernstes – viel zu gesund. Die wichtige Zielgruppe der Jüngeren will aber keine Produkte mit Heidi-Image, sondern eher etwas Freches, das in ist. Man sollte das z.B. bei der Gestaltung der Verpackungen und in der Werbung berücksichtigen.

Frage:

Warum sollte man eigentlich Milch trinken?

Kindler:

Was für eine Frage! Erstmal, weil sie gut schmeckt. Ihr eigentlicher Wert liegt aber im Calcium-Anteil, der so wichtig für unseren Knochenbau ist. Man bekommt als Milch-Konsument eine geballte Ladung davon.

Frage:

Wie viel Milch braucht ein Mensch?

Kindler:

Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei etwa 1000 Milligramm Calcium pro Tag. Den kann man decken mit einem Glas Buttermilch am Morgen, einem Becher Dickmilch und zwei Scheiben Käse mittags sowie einer Portion Schlagsahne zu den Erdbeeren am Nachmittag – bei insgesamt nur rund 560 Kalorien.

Frage:

Was macht die Landesvereinigung, um Milch populärer zu machen?

Kindler:

Wir gehen zum Beispiel in die Schulen und veranstalten ein gemeinsames Frühstück von Grundschülern und Lehrern, um über die Vorzüge der Milch zu informieren. Dabei setzen wir auf kindgerechte Leitfiguren wie Karla von Kuhstadt, die Milchkuh. Die ist übrigens ständig modernisiert worden.

Frage:

Mal von der Trinkmilch abgesehen – wie sieht es beim Konsum anderer Milchprodukte aus?

Kindler:

Sehr gut! So ist der Käsekonsum pro Kopf binnen 20 Jahren von 17,9 auf 22,6 Kilo pro Jahr gewachsen. Bei Frischprodukten wie Joghurt gab es ein Plus von 20,9 auf 28 Kilo. Hier stimmt auch das Image. Frischprodukte stehen für Fitness!
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