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Interview „Wir stehen vor einem Neuanfang“

Karsten Kolloge

FRAGE:

Herr Oetken, eigentlich hätten Sie doch gleich nach dem Rücktritt von Andreas Kowitz im März 2011 für den Vorsitz der Ganderkeseer SPD kandidieren können. Warum erst jetzt?

OETKEN

: Wir hatten im vorigen Jahr über das weitere Vorgehen im Vorstand gesprochen und waren uns einig, dass Erika Schröter und ich als stellvertretende Vorsitzende weiterarbeiten und den Vorsitz kommissarisch mit übernehmen sollten – und zwar bis zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung. Hintergrund war, dass wir in Ruhe den Kommunalwahlkampf durchführen wollten, das wollten wir nicht durch eine Wahl unterbrechen.

FRAGE:

Manch eine Parteiversammlung glich in der Vergangenheit einem Ü-60-Treffen. Kennen Sie das Durchschnittsalter der SPD Ganderkesee?

OETKEN

: Nein. Das habe ich noch nicht berechnet. Aber es ist uns gelungen, junge Leute zu finden wie Lara Molde, Marcel Dönike, Andreas Strodthoff, Martin Faqeri und Stefan Strodthoff. Zwei von ihnen sind im Gemeinderat, Lara Molde auch im Kreistag. Wir hatten im Wahlkampf einen Juso-Brief verfasst und übers Internet verbreitet, das hat bei jungen Leuten großen Zuspruch gefunden.

FRAGE:

Die Zahl der Mitglieder der SPD sinkt. Erstmals seit 106 Jahren liegt sie bundesweit unter 500 000. Was setzen Sie in Ganderkesee gegen diesen Trend?

OETKEN

: Ich bin mit den derzeit 197 Mitgliedern zufrieden, auch weil ich glaube, dass wir durch unsere jungen Mitglieder die Chance haben, dazuzugewinnen. Das sind junge Leute, die andere junge Leute ansprechen können und wollen.

FRAGE:

Welches ist Ihrer Ansicht nach zurzeit die größte Herausforderung für die SPD in Ganderkesee?

OETKEN

: Es gibt da einige Themen, zu denen wir uns äußern müssen und zu denen wir Veranstaltungen organisieren wollen. Da ist immer noch der Schlutterwald, dann das Hohenbökener Moor, Bildung und IGS, ein weiteres könnte Stedingsehre sein. Daneben gibt es vier, fünf teils weit zurückliegende Anträge, die einfach verschwunden sind, zum Beispiel zum Thienfelder Moorschlatt oder zur Mehrzweckhalle. Darum wollen wir uns kümmern. Da ist eine Aufbruchstimmung, das spüre ich. Wir stehen vor einem Neuanfang. Wir wollen etwas bewegen, das haben auch unsere neuen Vorstandsmitglieder ganz deutlich gesagt. Das muss die Verwaltung, das muss auch die eigene Fraktion aushalten können.

FRAGE:

Welches sind Ihrer Ansicht nach große Hindernisse für die künftige politische Arbeit?

OETKEN

: Ich sehe keine.

Den Vorstand

der SPD Ganderkesee bilden jetzt Rolf Oetken (Vorsitzender), Martin Faqeri (1. stellvertretender Vorsitzender), Edith Ohlenbusch (2. stellvertretende Vorsitzende), Kira Dienst (Kasse), Bernd Bischof (Schriftführer) sowie die Beisitzer Andreas Strodthoff, Wilhelm Schünemann, Ralf Eilers, Howard Hodder, Erika Schröter und Ursula Koß.

Per 31. Dezember 2011

hatte der Ortsverein 197 Mitglieder, ein Jahr zuvor waren es 192. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es 310.
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