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Der Unternehmer wartet nun auf die Baugenehmigung durch die Behörden. Auf dem Gelände der Privatschule entsteht ein neues Gebäude für die Farm, sagt Rixen im Interview.
Von Stefan Idel
Frage:
Die städtischen Gremien in Wildeshausen haben sich mit den Plänen für das Spascher Sand Resort beschäftigt. Wie geht es nun weiter?
Rixen:
Sinnvollerweise geht unsere Planung nun in die öffentliche Auslegung. Wir hoffen, dass der Wildeshauser Bevölkerung unser Konzept gefällt und sie es unterstützt. Wenn alles normal verläuft, hoffen wir im Herbst, oder vielleicht auch früher, mit den Infrastrukturmaßnahmen und dem Bau unseres Musterhauses beginnen zu können.
Frage:
Aber gleichwohl waren Sie auf dem ehemaligen Kasernengelände nicht untätig.
Rixen:
Sicher nicht. In den vergangenen Jahren haben wir größere Betonflächen, die Freilufthallen und den Schießstand abgerissen. Leider mussten wir aufgrund der Klage des Immobilienmaklers Müller die Abbrucharbeiten im vergangenen Jahr zunächst einstellen. Nachdem das Gericht nun festgestellt hat, dass wir der rechtmäßige Eigentümer des Geländes sind, geht es nun weiter mit dem Abbruch der Hallen und Garagen der Bundeswehr. Ein Teil der Unterkunftsgebäude und die restlichen Betonflächen werden danach beseitigt.
Frage:
Wie wird das Gelände dann weiter entwickelt?
Rixen:
Im Westen des Geländes werden wir zunächst eine Baustraße bauen, die das Gelände von der Privatschule und der Anliegerstraße im Norden aus erschließt. Von dieser Zuwegung aus können dann bis zu 60 Grundstücke erschlossen werden. Wichtig ist auch die Einbindung der Schule und des Infocenters in das Resort. Dazu wird ein neuer Fußweg vom Gutshaus der Schule zum Resort gebaut. Dieser verkürzt den Weg der Schulkinder zu Sporthalle und Sportplatz und schafft eine schnelle Verbindung der Interessenten zum Resort.
Frage:
Sie wollen im Herbst mit dem Bau des ersten Musterhauses beginnen. Wie soll das aussehen?
Rixen:
Wir wollen mit dem Musterhaus zeigen, wie wir uns die Art des neuen Wohnens und den Stil der Häuser in unserem Resort vorstellen. Gleichzeitig wollen wir die uns heute zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten demonstrieren. Dies bezieht sich auf die ökonomische und ökologische Bauweise mit zukunftsweisender Energietechnik, aber auch auf den maximal möglichen Komfort. Das Wohnen im eigenen Haus und im Resort kann zu einem Erlebnis werden, wenn die Bewohner sich wie im Urlaub fühlen. Dies ist nur mit einer anderen, gemütlichen Gestaltung möglich, in einem Umfeld, bewusst ohne Zäune und mit einer Parklandschaft.
Frage:
Dies ist aber sicherlich nicht ganz preiswert?
Rixen:
Zu den Kosten können wir momentan keine genaue Auskunft geben. Klar ist, dass der Kunde aus einer Fülle von Angeboten wählen kann. Sicherlich sprechen wir eine Zielgruppe an, von der wir glauben, dass sie bisher nicht ausreichend bedient wurde. Deshalb hoffen wir, dass es bundesweit Interesse geben wird, sowohl für die Art der Gestaltung als auch für das Konzept. Dies wäre dann sicherlich auch für Wildeshausen ein positiver Aspekt.
Frage:
Wann soll die großzügige Wasserfläche angelegt werden?
Rixen:
Die weitere Entwicklung des Geländes hängt natürlich auch vom Abverkauf der Häuser ab. Wir wollen zunächst die Wasserfläche im südlichen Bereich bauen, also dort, wo die ersten Häuser gebaut werden. Damit die ersten Bewohner ein fertiges Umfeld vorfinden und nicht durch jahrelange Baumaßnahmen gestört werden. Als zweiten Schritt werden wir den College-Bereich ausbauen, um der Schule genügend Raum für die weitere Entwicklung zu geben. Wenn dann genügend Häuser stehen, werden wir uns mit der Gestaltung des Marktplatzes beschäftigen, um ihn zu einem zentralen Treffpunkt werden zu lassen, wo sich Schüler und Anwohner beispielsweise gemeinsam zum Mittagessen treffen oder kulturelle Angebote wahrnehmen.
Frage:
Wird dies eine Siedlung für Millionäre, wie manche schon befürchten?
Rixen:
Ich wüsste nicht, warum wir uns vor Millionären fürchten sollten. Sie bringen eine Menge Kaufkraft mit und können Wildeshausen positiv weiter entwickeln. Aber keine Sorge, es wird auch preiswerten Wohnraum geben. Viel wichtiger ist die Grundeinstellung der Bewohner zu unserem Konzept, das sie mittragen sollen. Denn es wird beispielsweise keine Fahrzeuge auf dem Gelände geben außer denen der Bewohner und diese parken auf dem eigenen Grundstück und nicht auf der Straße. Dadurch wird die Straße zu einer verkehrsberuhigten Zone und kann als Fußweg genutzt werden. Besucher parken außerhalb auf drei ausgewiesenen Parkflächen.
Frage:
Gehen die Straßen später in öffentliches Eigentum über?
Rixen:
Nein, die Straßen bleiben Eigentum der Resortverwaltung und werden auch durch diese gepflegt und instand gehalten.
Frage:
Werden Sie das Konzept alleine durchziehen?
Rixen:
Es gibt keinen weiteren Partner, wenn Sie das meinen. Wir haben ein ausreichendes Budget, welches für die vorgenannten Maßnahmen zur Verfügung steht.
Frage:
Wagen Sie einen Blick in die Zukunft: Wo werden Sie am Ende des Jahres 2009 stehen?
Rixen:
Dies hängt im wesentlichen vom weiteren Verfahren in Bezug auf die Baugenehmigung durch die Stadt ab. Sobald diese vorliegt, werden wir mit der Modellierung der Landschaft und dem Bau des Musterhauses beginnen. Für diese Maßnahmen rechnen wir mit einem Zeitraum von etwa zwölf Monaten.
Frage:
Ein Blick zur Privatschule: Wie geht es weiter?
Rixen:
Zurzeit bauen wir ein neues Gebäude, was unter anderem die naturwissenschaftlichen Räume und zwei neue Klassen des Sekundarbereiches aufnehmen wird. Dieser Neubau soll später der geplanten Farmschule zur Verfügung stehen, wo die Schüler lernen sollen, sich selber zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen, um den Wirtschaftskreislauf unserer Gesellschaft zu verstehen. Auch deshalb wird dieser neue Bereich mit einer Holzhackschnitzel-Heizung ausgestattet, wo die Schüler lernen, wie eigene Ressourcen sinnvoll genutzt werden können.