Wüsting - Investor Alexander Klass versucht, den Bewohnern des Neubaugebiets an der Bahn in Wüsting die Bedenken gegen das von ihm geplante Studentenwohnheim zu nehmen. Wie berichtet, war Klass bei der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am Donnerstag anwesend und stellte seine Ideen vor. Der Ausschuss sprach sich für das Heim aus.

Unter anderem fürchteten die Anwohner, der Bau passe optisch nicht in die bestehende Bebauung. Klass entgegnete, dass das Gebäude voraussichtlich sogar zwei Meter niedriger ausfallen werde, als die anliegenden Häuser. „Mein erster Entwurf ist nicht der letzte“, fügte Klass hinzu. Statt einem könnten auch mehrere, kleinere Gebäude entstehen.

Auch das Thema Sicherheit spielt bei den Anwohnern am Jakob-Backer-Weg eine große Rolle. Klass sicherte zu, die Zufahrt zum Wohnheim so zu gestalten, dass es nur über die Hauptstraße erreichbar sei. Zudem sei bei Studenten kein hohes Verkehrsaufkommen zu erwarten. Viele Anwohner fürchteten außerdem, dass das Gebäude – bei einem wirtschaftlichen Misserfolg – für andere Zwecke genutzt werden könnte. Laut Klass sei es aber möglich, die Nutzung als Studentenwohnheim im Grundbuch festzuschreiben. Auch wenn die Immobilie verkauft werde, müsste sie dann weiterhin als Studentenwohnheim betrieben werden.

Die Nachbarn hatten zudem Fragen an Bürgermeister Holger Lebedinzew gestellt. Unter anderem fragten sie nach einer Entschädigung für die zu erwartende Wertminderung ihrer Grundstücke und Häuser. Eine solche Wertminderung sehe er aber nicht, teilte Lebedinzew mit. Diesbezüglich habe er bereits Rücksprache mit Bankenvertretern gehalten, die seine Einschätzung teilten.

Einige Bewohner beklagten zudem, dass die Baufläche nicht aktiv von der Gemeinde vermarktet wurde. Laut Lebedinzew sei dies aber bisher nicht nötig gewesen, da sich direkt ein Interessent für das Grundstück fand.