Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

2,6 Kilometer Strecke In Ippener Neuer Radweg an der Kreisstraße 53 eingeweiht

Ippener - Die Sonne meinte es gut am frühen Nachmittag an der Einmündung „Am Fuhrenkamp“ in die Kreisstraße 53 im Bereich Ippener-Horstedt. Die Plätze im Schatten waren rar. Das lag auch daran, dass sich rund 60 Anwohner mit ihren Fahrrädern versammelt hatten. Von offizieller Seite vertreten waren Landrat Carsten Harings, Ann-Christin Gajda vom Amt für Bodenschutz und Abfallwirtschaft und zuständig für die Kreisstraßen sowie Dieter Hahn, ehemaliger Amtsleiter, der den Radwegbau entlang der Kreisstraße 53 noch als sein letztes Projekt angeschoben hatte und jetzt im Ruhestand ist. Dabei waren ferner Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse sowie die Bürgermeister Georg Drube und Hans-Hermann Lehmkuhl.

Radweg 2,6 Kilometer

Das traditionelle Durchschneiden des Absperrbandes über den Radweg setzte nicht nur einen Schlussstrich unter die Planung und den Bau des rund 2,6 Kilometer langen Radweges, sondern machte auch Platz für die Fahrradkolonne zum Schützenhaus in Horstedt.

Der Landrat skizzierte dort noch einmal den Weg bis zur Fertigstellung. „2009 erfolgte der Fahrbahnausbau auf sechs Meter Breite und mit der Planung des Fahrbahnausbaus wurde die Radwegführung betrachtet. Dabei wurde auch bedacht, dass die Strecke Lückenschluss und Bedarfsumleitung für die A 1 ist“, stellte Harings heraus.

Im Februar 2011 schaffte es der Radwegneubau bei der Aufstellung der Prioritätenliste „Radwegneubau ab 2012“ im Kreishaus an die fünfte Stelle. Es fehlte aber das Geld vom Land für eine Umsetzung. Im Juli 2014 erfolgte die Aufstellung der Prioritätenliste „Radwegneubau ab 2017“. Der Radweg K 53 war enthalten, aber die Reihenfolge war noch festzulegen.

Dann ging es Schlag auf Schlag. 10. November 2014: Die Samtgemeinde Harpstedt und die Gemeinden Groß Ippener und Prinzhöfte sichern ihre Kostenbeteiligung zu: Die Samtgemeinde trägt 7,5 Prozent der Kosten, die Gemeinden je 3,75 Prozent. Im Dezember 2014 erfolgte die Aufstellung der Prioritätenliste „Radwegneubau ab 2017“. Der Radweg rutschte auf Platz zwei. „An erster Stelle stand der Radwegneubau an der K 5 von Colnrade nach Reckum. Der Radweg wurde bisher aber noch nicht gebaut. Denn die Planung dieses sechs Kilometer langen Radweges ist so umfangreich, dass die Planung der K 53 letztlich schneller aufgestellt werden konnte“, hob der Landrat hervor. Außerdem sei die Kostenbeteiligung sicherlich ein fördernder Punkt gewesen.


Am 17. Januar 2017 fand die Anliegerversammlung in der Schützenhalle des SV Schulenberg-Horstedt statt, 28. Juli 2017 folgte der Planfeststellungsbeschluss. Drei Monate später, im Oktober 2017 wurden die Kaufverträge mit den Eigentümern der anliegenden Flächen abgeschlossen, am Februar 2018 die Bäume gefällt und am 18. Juni 2018 der Beschluss des Kreisausschusses zur Vergabe der Bauleistungen für 883 487 Euro (brutto) gefasst. „Eingeplant waren die Baukosten nur mit rund 585 000 Euro. Da die Förderungen des Landes, der Samtgemeinde und der Gemeinden anteilig der Kosten zugesagt wurden, teilen sich auch alle Kostenträger diese Mehrkosten“, erklärte der Landrat.

Baubeginn war im August 2018. Im Mai dieses Jahres wurden die Deckschicht aufgetragen sowie die Restarbeiten vorgenommen. Das Resultat konnten am Samstag alle Teilnehmer vom Fahrradsattel aus erfahren.

Obstbäume fehlen noch

Zu den Kosten gehören die Planungskosten (170 000 Euro), Grunderwerbskosten (155 000 Euro), Bauleistungen (940 000 Euro) in der Summe 1,265 Millionen Euro. Mit Ausnahme der Obstbaumpflanzung seien alle anderen Kompensations-Maßnahmen noch umzusetzen, ergänzte Harings.

Ein Schmankerl am Rande: Die EWE legte ein Leerrohr fürs Breitbandnetz in den Boden. Weitere Zusagen für einen Anschluss gebe es aber nicht, so der Landrat.

„Die Maßnahme verlief reibungslos. Ich denke, die Mehrkosten sind zu verschmerzen, denn der Ausbau dieses Radweges ist wirklich gelungen und trägt erheblich zur Verkehrssicherheit bei. Sowohl die heimische Bevölkerung als auch die künftigen auswärtigen Benutzer dieses Radweges werden von dieser Investition profitieren. Ich wünsche allen Radfahrern gute Fahrt“, schloss der Landrat.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg
Meinung
Landwirte protestieren am Rande einer Veranstaltung der Grünen. Die Ampel zieht viel Kritik auf sich.

FORDERUNGSKATALOG AUFGESTELLT Darum sind die Landwirte weiterhin wütend auf die Politik

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover