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Aussichtsturm Vogel-Skulpturen streiten um Iprump

Zac

IPRUMP - Ein Halt am neuen Aussichtspunkt am Huntewanderweg in Iprump empfiehlt sich. Der Oldenburgische Deichband hat am ehemaligen Sielstandort einen Infostand mit Unterhaltungsfaktor für Jung und Alt errichten lassen. Östlich des Klosters Blankenburg können sich Ausflügler nun bei einer Pause über die Geschichte der Region informieren – oder einfach nur die schöne Aussicht bei einem Butterbrot genießen.

„Der Besucher wird hier über den Sturmflut- und Hochwasserschutz, die Bedeutung der Binnenentwässerung und die Schifffahrtsstraße Hunte informiert“, sagt Diplom-Ingenieur Klaas-Heinrich Peters. Der Deichband pflegt 63 Kilometer Deich an Hunte, Weser und Ochtum.

„Hier soll wieder was schönes hin“, hatte sich der Deichband für den Platz vorgenommen, auf dem bis vor wenigen Jahren das 1899 erbaute Sielwärterhaus stand, erzählt der stellvertretende Vorsitzende des Deichbandes Hans Helms.

Stellwände geben Auskunft

Eine der Stellwände erinnert an die besondere Lage Oldenburgs am Übergang der oberen und niederen Hunte. Von jeher sei die Stadt bedroht gewesen, wenn durch lang anhaltende Niederschläge die von der See kommende Flut nicht abfloss und bis in die Stadt vordrang. „Zuletzt war das am 17. Februar 1962 der Fall“, weiß Peters. Heute schützt deswegen das Sperrwerk in Elsfleth vor der Sturmflut.

Nach einem Jahr Bauzeit konnte das von den Architekten Bendig und Wessels umgesetzte Projekt am Freitag eröffnet werden. Ergänzt wird das Bauwerk von den Künstlern Jörg Ridderbusch und Sabine Wiebke. Sie näherten sich spielerisch einer alten Diskussion um die Entstehung des Namens „Iprump“. Ridderbusch formte die Metallskulpturen, die neben der neuen Plattform aufgestellt wurden. Wiebke war zuständig für die Lackierung der Stücke, die dem Ort ein erheiterndes Moment verleihen.


Zwei Vögel streiten sich

Die Bedeutung des Namens ist unklar. Zwei Vogelarten beanspruchen den plattdeutschen Namen für sich. Sowohl der Wiedehopf als auch die Rohrdommel werden auf Platt als Iprump bezeichnet. Dies brachte die Künstler auf die Idee, den „Streit“ szenisch mit Skulpturen der jeweiligen Tiere darzustellen.

Ein Spiegel trennt die Vögel, die sich hier misstrauisch beäugen. Ein paar Spatzen, die auf Stäben installiert sind, beobachten die Szene aus sicherer Entfernung. Oben auf der Plattform wird die Situation dann mit der richtigen Prise Humor auf Platt – und doch für jedermann verständlich – erklärt. Bei der nächsten Radtour empfiehlt es sich, den possierlichen Tieren einmal Gehör zu schenken.

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