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A 20 „Bau wird nicht in Frage gestellt“

JADE - Die Bürgerinitiativen gegen die A 20 (früher: A 22) hoffen, dass der Bau der Küstenautobahn aufgrund von Einsparungen im Bundeshaushalt nicht weiter vorangetrieben wird. Wie der Initiativensprecher Uwe Schmidt mitteilte, würden nach einem internen Vermerk des Ministeriums die Haushaltsmittel nur noch für den Erhalt bestehender Straßen reichen. Deshalb werde es künftig nur noch „kleine Neubauten“ geben.

„Die 120 Kilometer lange Küstenautobahn mit prognostizierten 1,3 Milliarden Euro Baukosten ist sicherlich kein kleines Neubauprojekt“, erklärte Schmidt. Dazu kämen noch „die Milliardenkosten für die geplante Elbquerung, ohne die die A 20/22 absolut keinen Sinn macht“.

Eine private Vorfinanzierung würde ebenfalls nicht in Frage kommen, weil „der Haushalt des Bundesverkehrsministeriums bereits mit mehr als 16 Milliarden Euro aus derartigen Projekten belastet ist“. Die Küstenautobahn sei daher „der ideale Einsparkandidat“, erklärte Schmidt: „Sie ist aus verkehrlicher Sicht nicht erforderlich und ist nicht viel mehr als eine luxuriöse Zusatzstrecke zu vorhandenen Straßen, Wasser- und Schienenwegen ohne zusätzlichen Nutzen für die Hinterlandanbindung der Seehäfen.“ Ohnehin stehe sie „im Widerspruch zu den Zielen des Bundes und der EU, Ferntransporte von der Straße auf Schiene und Wasserstraße zu verlagern“, so Schmidt.

Obwohl die norddeutschen Küstenländer mit dem Seeweg die ideale und klimaschonendere Ost-West-Verkehrsverbindung aufweisen würden, so Schmidt, setze Niedersachsen „im Interesse der Straßenverkehrs- und Straßenbaulobby auf LKW-Transporte und den Bau einer neuen Autobahn parallel zur A 1, die gerade sechsspurig erweitert wird“.

Die Hoffnung der Bürgerinitiativen auf das Aus für die Küstenautobahn teilt Christian Haegele, Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums nicht. „Es gibt keine Signale, dass der Bau der A 20 in Frage gestellt wird“, sagte Haegele am Montag auf

NWZ

 -Anfrage. Vielmehr bestehe zwischen Bund und Land Einigkeit darüber, „die noch vorhandenen Lücken zu schließen“, so Haegele. Dazu gehöre der Bau der A 20. Die Küstenautobahn sei zudem für die Hafenhinterlandanbindung notwendig.

NWZ-Spezial: Informationen, Bilder und Videos zur umstrittenen Küstenautobahn - der A22.

Torsten Wewer
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