Jade - Bürgermeister Herning Kaars (UWG) freut sich, dass viele Bürger der Gemeinde Jade ihre Bereitschaft bekundet haben, im sogenannten Insektenjahr 2019 ein klares Zeichen zu setzen und die Region unter den Aspekten des Naturschutzes insektenfreundlicher zu gestalten. Landwirte, Jägerschaft und private Initiatoren haben sich gemeldet und bekanntgegeben, dass sie sich aktiv beteiligen werden.
„Als Gemeinde Jade unterstützen wir dieses Ansinnen sehr gerne und stellen, wenn möglich, Fläche und Hilfe zur Verfügung“, sagt der Bürgermeister. Kaars und kündigt weiter an, dass diese Flächen noch mit Schildern versehen werden sollen, um Bürgern und Gästen deutlich zu machen, dass „Zeit zum Handeln“ sei. „Wir tun das gemeinsam,“ führt er weiter aus.
Viele Beiträge sind bereits in einem NWZ-Themenspezial gesammelt worden. Dort finden sich Berichte und Videos rund um Insekten und Insektenschutz mit praktischen Tipps und Hinweisen. Zudem liefert eine interaktive Karte Einblicke, wo das Oldenburger Land insektenfreundlicher gestaltet wird. Entsprechende Flächen können per Mail an insektenjahr@nwzmedien.de gemeldet werden. Die Daten werden anonymisiert in eine interaktive Karte eingefügt.
Ein erster Schritt ist im Bereich der alten Jaderlangstraße mit Anliegern erfolgt. Gemeinsam haben Sven Gramsch aus Kreuzmoor und Gunnar Hadeler aus Rönnelmoor das Saatgut zur Verfügung gestellt. Sven Gramsch, der Landwirt vom Mühlenhamm, hat mit seinem Praktikanten Jannik Meiners die Grasnarbe gefräst und den Boden am gepflasterten Weg bis an den Uferbereich an dem breiten Südbollenhagengraben für die Einsaat vorbereitet. Vom nahegelegenen Hof Weidenblick halfen bei der Aussaat Sandra Tiraei und die Kinder Jail (9 Jahre) und Mensur (8). Die beiden Jungen sind naturverbunden; auf dem Hof gibt es Pferde, Katzen, Hühner und Kaninchen. „Das machen wir gerne für den Naturschutz.“
Auf Schritt und Tritt werden sie dabei von Hündin Anni von Sven Gramsch beobachtet. Gemeinsam geht das Aussäen schnell von der Hand. Eingesät wird die Mischung Visselhöveder Hummelblüh. Zirka ein Kilometer lang soll es an beiden Seiten des Weges vielfältig im Sommer blühen. Dann können sich auch Fahrradfahrer und Wanderer daran erfreuen. Der Weg führt von der Kreuzmoorstraße am Hof Anton Tietjen vorbei und endet als Gras-Kleiweg am südlichsten Punkt der Gemeinde Jade an der Jaderlangstraße.
Auf halber Stecke führt der Weg über die Jade; eine Rastgelegenheit gibt es in Delfshausen im Gasthof Decker. Henning Kaars jedenfalls ist begeistert: „Ein Dankeschön an die vielen aktiven und handelnden Initiatoren unserer Gemeinde, die durch ihr Handeln einen wesentlichen Beitrag zu einer naturnahen Landschaft leisten.“
