JADE - Die Mitglieder des Finanzausschusses unter Vorsitz von Rolf Grimm (UWG) waren in ihrer Wortwahl nicht zimperlich. Sie kritisierten die Auflagen, an die die Kreisverwaltung die Genehmigung künftiger Haushalte knüpfen will. Armin Hasler (SPD) regte – wohl eher im Scherz – eine Gebietsreform an, weil der Landkreis Ammerland eine niedrigere Kreisumlage fordere.
Kämmerer Andreas Pöpken hatte zuvor die Einsparungsbemühungen der Gemeinde zusammen gefasst. Es war gelungen, das Defizit im Verwaltungshaushalt 2008 um rund 154 000 Euro auf rund 2,132 Millionen Euro zu senken. Das geht aus der Jahresrechnung hervor.
Die Kommunalaufsicht erwarte, dass die Gemeinde eine Sozialstaffelung für die Kindergartengebühren einführt und die Grund- und Gewerbesteuer erhöht. Bereits gesenkt hat die Gemeinde Kosten für Repräsentation und Zuschüsse an Organisationen. Wenig Möglichkeiten sieht Kämmerer Pöpken bei der Einsparung von Personalkosten, weil längere und flexiblere Öffnungszeiten der Kindergärten und die Umstellung der Haushaltsplanung auf die Doppik sehr personalintensiv seien.
„Es wird ein sehr langer und harter Weg für uns alle“, sagte Bürgermeister Henning Kaars. Vorsitzender Grimm wurde deutlicher. Er sprach von „Blutsaugermentalität des Landkreises“.
