Altona - Nach einer Million Schüssen steht die Überprüfung des Schießstandes der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst in Altona auf dem Gebiet der Gemeinde Dötlingen an. Das schreibt die Baugenehmigung für den Jäger-Schießstand zwingend vor, wie der Vorsitzende Karl-Wilhelm Jacobi vor Ort im Gespräch mit der NWZ  erklärte.

„Es ist das erste Mal, dass wir eine derartige Prüfung anstehen haben“, sagte Jacobi auf Nachfrage. Der Schießstand der Kreisjägerschaft war 2005 in Betrieb gegangen. Also vor zehn Jahren. „Das ist auch etwa der Zeitrahmen, in dem sich die Summe der abgegebenen Schüsse auf der Millionenmarke bewegt.“

Die zuständigen Vertreter des Landkreises kamen auf die Anlage, um sich über den Stand der Sanierungen zu informieren. Bestandteil dieser Arbeiten ist vor allem das Abtragen des mit Blei belasteten Erdreichs an den Steilhängen des Schießstandes, der eigentlich selber eine „Deponie“ ist. Ablagerungsfähiges Bodenmaterial war damals zur Gestaltung des Schießstandes verwendet worden.

Mit einem Fingerzeig deutete Jacobi auf den Haufen abgetragen Erdreichs am Rand. „Dieser Boden wird nun von Umweltschutz-Nord abgeholt und fachmännisch entsorgt. Im gleichen Zug wird neues Bodenmaterial wieder auf den Hang aufgetragen“, erklärt der Vorsitzende. Das geschehe mit einer Raupe, die Hans-Hermann Brengelmann bedient und damit den Boden wieder auf den Steilhang verteilt, so Jacobi.

1700 Mitglieder hat die Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst. „Im Jahr werden etwa 63 000 Schuss abgegeben. Manchmal auch mehr“, sagte der Kreisvorsitzende. Bei dem Schießstand in Altona handelt es sich um eine Anlage, die rein für das jagdliche Tontaubenschießen verwendet wird.


Nach dem Begehen durch die Landkreisvertreter steht nun die Endabnahme an. „Die wird am Freitagmorgen erfolgen. Wir gehen davon aus, dass es keine Beanstandungen geben wird“, sagte Jacobi. „Dann kann der reguläre Schießbetrieb wieder am Freitagmittag losgehen.“ In diesem Zusammenhang lobte Jacobi die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis, aber auch mit der IG Vossberg.

Von Oktober bis Ende März gilt die Winterschießzeit. Geschossen wird mittwochs und donnerstags jeweils von 15 bis 19 Uhr, und sonnabends von 9 bis 13 Uhr. Im Sommer (April bis September) gelten die gleichen Schießzeiten: mittwochs und donnerstags sowie freitags von 15 bis 19 Uhr. Dafür entfällt der Sonnabend.

Die IG Vossberg hat schon jetzt einer Sonderregelung zugestimmt. Von Oktober bis Dezember darf freitags und sonnabends geschossen werden. „Das gilt für unsere Jung-Jäger, die ihre Prüfung machen müssen“, sagte Jacobi. In diesem Jahr sind es 40 Kandidaten aus zwei Jagdschulen in Dötlingen beziehungsweise Delmenhorst, die ihren Jagdschein machen.