Wüsting - Durch Blühstreifen werden Nahrung und Deckung des Niederwildes verbessert. Aber auch andere Tierarten profitieren davon. Insbesondere die Bienen, die mittlerweile arg gefährdet sind, freuen sich über ein vielfältiges Blühpflanzenangebot. Und Blühstreifen tun insgesamt dem Landschaftsbild gut.
Das Projekt „Blühstreifen“ stößt auch im Bereich des Hegerings Wüsting auf immer stärkere Akzeptanz. So wurden im vergangenen Jahr 4,72 Hektar angesät. Und auch in diesem Jahr wollen sich die Jäger im Mai wieder aufmachen und ein drittes Mal die Einsaat vornehmen. Das berichtete Hegeringleiter Kurt Maas während der Jahreshauptversammlung im Wüstenlander Hof.
Zwischen drei und sechs Meter breit sind die Streifen, die von Landwirten zur Verfügung gestellt werden. Die Kreisjägerschaft stellt das Saatgut, örtliche Hegeringe übernehmen das Einsäen.
Die Kreisjägerschaft hat Mitte Februar den Verein „Biotop-Fonds“ gegründet. Zweck des Vereins ist die Förderung des Naturschutzes und des Tierschutzes durch Biotopverbesserungsmaßnahmen. Dazu zählt auch das Blühstreifenprogramm. Dr. Josef Kuhlmann, Vorsitzender des neuen Vereins, informierte darüber während der Hauptversammlung in Wüsting, an der auch der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Karl-Wilhelm Jacobi, und Kreisjägermeister Erich Kreye teilnahmen.
Erich Kreye ging in seinem Bericht unter anderem auf die Wildunfälle ein, die im Kreisgebiet immer noch sehr häufig sind. Der Bereich des Hegerings Wüsting ist davon nicht ganz so stark betroffen. Von den 133 Rehen, die der Wüstinger Streckenbericht des vergangenen Jagdjahres ausweist, wurden aber 37 beim Zusammenstoß mit Kraftfahrzeugen getötet. Diese Zahl nannte der Hegeringleiter.
Laut Maas lag die Zahl der erlegten Wildtiere auf dem Niveau des Vorjahres. „Große Ausreißer gab es nicht“, stellte der Hegeringleiter fest. Der Streckenbericht wurde umrahmt von Signalen der elfköpfigen Bläsergruppe.
Für eine 25-jährige Mitgliedschaft wurde an diesem Abend Heiner Stigge mit Nadel und Urkunde geehrt.
