Cloppenburg - Jedes Jahr kommt es zu Hunderten von Wildunfällen auf den Straßen im Landkreis Cloppenburg. Allein im vergangenen Jahr waren es 549. Um die Zahl der Unfälle zu reduzieren, ruft die Jägerschaft Cloppenburg jetzt wieder zu erhöhter Vorsicht auf, denn im Herbst herrschen häufig schlechte Sicht- und Fahrverhältnisse auf den Straßen.
„Wildtiere folgen ihrem natürlichen Biorhythmus, für sie bedeutet die Phase der Dämmerung vermeintliche Sicherheit vor Fressfeinden. Deshalb sind sie dann besonders aktiv und wechseln von ihren Einständen zur Nahrungsaufnahme auf die Wiesen und Felder“, so Dr. Thomas gr. Beilage, Vorsitzender der Jägerschaft Cloppenburg. Mit der Zeitumstellung falle diese Aktivitätsphase in die Zeit des Berufsverkehrs und erhöhe damit die Gefahr von Wildunfällen.
„Angepasste Geschwindigkeit, erhöhte Wachsamkeit und Warnhinweise beachten“, nennt gr. Beilage die wichtigsten Verhaltensregeln, um Wildunfällen vorzubeugen. Darüber hinaus sollten Autofahrer grundsätzlich damit rechnen, dass einem Wildtier, das die Fahrbahn überquert, oft auch noch ein weiteres folgt. Grund: Viele Wildtiere leben in Familienverbänden beziehungsweise seien in Gruppen unterwegs, so gr. Beilage.
Besonders an Waldrändern ist es gefährlich, hier gab es in der Vergangenheit immer die meisten Wildunfälle. „Prävention ist wichtig, mit unseren Aktionen, wie zum Beispiel Wildwarnreflektoren, führen wir daher gemeinsam mit dem Landkreis, der Polizei seit vielen Jahren Maßnahmen zur Vermeidung von Wildunfällen an Unfallschwerpunkten durch“, so gr. Beilage.
Sollte es dennoch einmal zu einem Wildunfall kommen, muss die Unfallstelle gesichert und die Polizei informiert werden. Die Beamten setzen sich dann mit dem zuständigen Jäger in Verbindung, der auch vermeintlich unverletzte Tiere auffinden und im Ernstfall noch von ihrem Leid erlösen kann.
