Molbergen - Wie weit können Waldtiere eigentlich springen? Welche Gefahren entstehen durch leichtfertig weggeworfenen Müll für die Tiere in der Natur? Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich rund 40 Kinder, die mit Jägern des Hegerings Molbergen bei der Ferienpassaktion „Mit den Augen eines Jägers“ die Natur erkundeten.

An sieben Stationen informierten die Waidleute die Kinder über vieles, was im heimischen Wald oder bei der Arbeit eines Jägers von Bedeutung ist. Mit dem erlernten Wissen war es dann für die Kinder leicht, den Kinder-Jagdschein zu bestehen.

Treffpunkt war die Schutzhütte des Moorlehrpfads in Grönheim. Dort gaben die Molberger Jagdhornbläser das Startzeichen. Dann ging es in Gruppen ins Revier.

„Waren die mal echt?“, fragten die Kinder, als ihnen Jäger Rudi Siemer Exponate heimischer Raubtiere vom Wiesel bis zum Fuchs erklärte. Aber die Kinder erhielten bei dieser Veranstaltung nicht nur Informationen über ausgestopfte Tiere. Kindgerecht erzählten die Fachleute des Hegerings Molbergen alles Wissenswerte über den Wald, die Tiere und die Jagd. So sollten die Kinder spielerisch an die Natur herangeführt werden.

„Denn wer die Natur nicht kennt, kann sie später auch nicht schützen. Die Kenntnisse über die heimische Tier- und Pflanzenwelt werden immer geringer“, weiß nicht nur der Organisator dieser Ferienveranstaltung, Hegeringleiter Christoph Rippe. So durften die Grundschulkinder nicht nur niedliche Hunde führen und streicheln, sie lernten auch vieles über die Arbeit mit dem Jagdhund.


Die Natur ist vielfältig, wie die Molberger Jäger den Kindern vermittelten. Sie erläuterten aber auch die Gefahren für die Tiere durch weggeworfenen Müll. Sie zeigten zum Beispiel Bilder von Tieren, die sich an Dosen verletzt hatten, und von einem Hirsch, der durch weggeworfene Bänder, die eigentlich zum Einzäunen einer Weide dienen, elendig erstickt war.

Hundeobmann Martin Niemann demonstrierte, warum der Jäger einen guten Jagdhund haben sollten. Immer wieder mussten die Hunde dabei den weggeworfenen „Dummy“ im hohen Gras suchen – und sie fanden ihn auch jedes Mal wieder.

Alle Teilnehmer wurden nach einer Stärkung mit Bockwurst und Getränken mit dem Kinder-Jagdschein belohnt. „Es freut uns, dass diese Veranstaltung jedes Jahr so gut angenommen wird. Das ermutigt uns dann auch, sie im nächsten Jahr wieder anzubieten“, versprach Rippe.