Landkreis - Die Zahl der Jagdgenossenschaften in der Kreisgruppe Oldenburg-Delmenhorst ist in den vergangenen drei Jahren gestiegen. Sie wuchs von 55 auf nunmehr 61 an. Das berichtete Kreisgruppensprecher Wilfried Westermann jetzt bei der jährlichen Versammlung, zu der Vertreter der Jagdgenossenschaften aus dem Landkreis sowie den Städten Oldenburg und Delmenhorst sich in Huntlosen trafen. Westermann lobte „die gute Unterstützung durch den Kreislandvolkverband“. Bei den Wahlen wurden er als Sprecher und Burghard Würdemann als Vertreter einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Der Geschäftsführer des Landesverbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden, Peter Zanini (Hannover), berichtete über die Verbandsarbeit und rechtliche Fragen. Der seit 1993 bestehende Verband vertrete 2729 Jagdgenossenschaften und 793 Eigenjagden mit einer Fläche von 2,15 Millionen Hektar. 250 000 Grundeigentümer seien im niedersächsischen Verband vertreten.

Eine aktive Vertretung sei dringend notwendig, denn Jagdrecht und Grundeigentum müssten sich immer mehr im Widerstreit der Interessen behaupten, betonte Zanini. Die Jagdgesetzgebung befinde sich je nach den politischen Mehrheiten „in rasanter Veränderung“. Zudem sei die Rechtsprechung zum Jagdrecht und zur Jagdverpachtung für den Laien unüberschaubar geworden, und an die Selbstverwaltung der Jagdgenossenschaften würden zunehmend strengere Anforderungen gestellt. Hier unterstütze der Verband die Mitglieder mit Rechtsvertretung, Musterverträgen, Merkblättern und Jagdkataster.

Dr. Josef Kuhlmann berichtete anschließend über den von der Kreisjägerschaft ins Leben gerufenen Verein „Biotop-Fonds“, der Biotop-Verbesserungsmaßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt zum Ziel hat. Insbesondere geht es um Vernetzung von Lebensräumen und die Schaffung und Unterhaltung zusätzlicher Rückzugsräume für die freilebende Tierwelt.