Hasbruch - Eine jahrhundertealte bäuerliche Tradition der Waldnutzung wieder aufleben lassen die Schüler der Katenkamp-Schule Ganderkesee – das Schneiteln von Hainbuchen. Im Gemeinschaftsprojekt mit den niedersächsischen Landesforsten bearbeiten die Schüler bereits seit März eine circa 1000m² große Waldfläche im Hasbruch, auf der sie das Astholz der von Fachkräften der Forstwirtschaft geköpften Hainbuchen aufsammeln und zu Brennholzbündeln, sogenannten „Hasbruch-Buschen“, weiterverarbeiten.

„Es ist eine pädagogisch sehr wertvolle Erfahrung für die Schüler, die die Natur hautnah erleben und etwas für den Naturschutz tun“, freut sich die Mitinitiatorin des Projektes, Schulleiterin Dr. Edith Aschenbrenner.

Beteiligt sind rund 15 Schüler im Alter zwischen 9 und 18 Jahren. Zwei Unterrichtseinheiten wöchentlich werden an der Förderschule für die Fertigung der „Hasbruch-Buschen“ verwendet. Dort wird das Reisig in etwa 25 cm lange Stücke geschnitten und mit einem alten Besenbindegerät zu Bündeln gepresst und mit Sisal gebunden. Die fertigen Reisigbündel werden zu verschiedenen öffentlichen Anlässen, wie dem Dreschfest in Vielstedt am 1. September, von den Schülern verkauft und der Herstellungsprozess vorgestellt.

„Die Schüler lernen einen kleinen Wirtschaftskreislauf von der Fertigung bis zur Vermarktung kennen. Jeder hat das Gefühl, gebraucht zu werden und etwas wertvolles geschaffen zu haben“, sagt Edith Aschenbrenner. Das eingenommene Geld kommt den Schülern zugute. So ist im Herbst die Übernachtung in einer Jagdhütte geplant.