Friesland - Das Jobcenter Friesland hat seine Ziele für 2015, die Verringerung der Hilfebedürftigkeit und die Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug, erreicht. Das berichtete Jobcenter-Leiterin Carmen Giss jetzt im Jobcenter-Ausschuss des Landkreises. Friesland steht damit laut Giss unter den Top 10 der Jobcenter in Niedersachsen.

Bei der Verbesserung der Integration von Leistungsbeziehern in den Arbeitsmarkt liegt Friesland sogar auf Platz 1. Bis Dezember sollen 33 Prozent oder 1337 Menschen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt worden sein.

5714 Personen haben im Oktober Leistungen über das Jobcenter Friesland bezogen. Das Jobcenter Friesland betreut die Arbeitslosengeld-II-Bezieher im Landkreis Friesland. Von den 5714 Leistungsempfängern sind 3948 erwerbsfähig, 1766 nicht erwerbsfähig, sie leben in 2933 Bedarfsgemeinschaften.

Im Oktober lag die Zahl der Arbeitslosen bei 1600, das waren laut Giss 65 weniger als im Oktober 2014 (-3,9 Prozent), allerdings 15 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei 6,6 Prozent.

Etwa 53 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher des Jobcenters im Juni 2015 waren Frauen. Bezogen auf das Alter ist der Anteil der Frauen mit knapp 57 Prozent bei den 25- bis unter 50-Jährigen am höchsten. Im Alter unter 25 Jahre sind 51 Prozent Frauen. Ab einem Alter von 50 Jahren überwiegt der Anteil der Männer.


Daher richte sich die Integrationsarbeit des Jobcenters 2016 verstärkt auch auf die Vermittlung von Frauen in Jobs. Im Mittelpunkt stehen Alleinerziehende.

Flüchtlinge spielen hingegen in der Statistik des Jobcenters derzeit keine Rolle. Offen ist laut Landrat Sven Ambrosy, in welchem Maß Flüchtlinge künftig als Leistungsbezieher beim Jobcenter in Erscheinung treten.

Das Jobcenter Friesland verwaltet 2016 ein Gesamtbudget von etwa 41,4 Millionen Euro. 2015 waren es 41,2 Millionen Euro.