Im Nordwesten/Hannover - In Niedersachsen leben immer mehr Menschen allein. Am Stichtag 9. Mai 2011 lebte von insgesamt knapp 7,8 Millionen Niedersachsen fast jeder Sechste (15,4 Prozent) allein in seiner Wohnung, teilte das Landesamt für Statistik in Hannover mit. Die meisten Singles gab es in Hannover (27,7 Prozent) dicht gefolgt von Göttingen und Wilhelmshaven. Im Kreis Cloppenburg lebten dagegen nur 8,1 Prozent der Einwohner allein. Der Anteil der Singlehaushalte in Deutschland lag bei 37,2 Prozent.

Rund fünf Millionen Niedersachsen lebten verheiratet in einem Haushalt und weitere rund 650 000 Personen in nichtehelichen Lebensgemeinschaften als Kernfamilien zusammen. Als Kernfamilien werden Eltern-Kind-Beziehungen, Eheleute, eingetragene Lebenspartnerschaften oder nichteheliche Lebensgemeinschaften bezeichnet, die einen Haushalt bilden.

Fast jeder Zweite (46,4 Prozent) lebte mit einem Ehepartner und mit mindestens einem Kind zusammen. Besonders viele Familienhaushalte gab es in den geburtenstarken Kreisen Cloppenburg (61,3 Prozent), Vechta (61,2 Prozent) und Emsland (59,1 Prozent). Das Schlusslicht bildete die Stadt Wilhelmshaven. Dort lebte weniger als jeder Dritte (31,5 Prozent) mit Ehepartner und Kind zusammen.

Mehr als eine halbe Million Mütter und rund 112 000 Väter (zusammen 8,8 Prozent) lebten ohne Partner allein mit ihren Kindern. Die meisten von ihnen wohnten im Kreis Lüchow-Dannenberg (11,1 Prozent), gefolgt von den Städten Delmenhorst, Emden und Wilhelmshaven. Die wenigsten Alleinerziehendenhaushalte gab es in der Grafschaft Bentheim (7,4 Prozent).