Stuttgart - Stress am Arbeitsplatz gehört für viele Berufstätige zum Alltag – und wird immer mehr zum Problem für Arbeitgeber. „Fehlzeiten aufgrund psychischer Belastungen nehmen kontinuierlich zu“, sagte Juliane Quaranta-Hoflin, Leiterin Arbeits- und Gesundheitsschutz beim TÜV Süd, bei der Vorstellung des „Corporate Health Jahrbuchs“ in Stuttgart.
Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der IG Metall kommt mehr als jeder Vierte im Job immer oder oft an die Grenzen seiner körperlichen und seelischen Belastbarkeit.
Die IG Metall fordert deshalb eine Anti-Stress-Verordnung. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hält dagegen: „Eine solche Verordnung ist nicht notwendig, es gibt längst strenge Regelungen zum Arbeitsschutz“, sagte Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. Die pauschale Behauptung, dass Arbeit an sich krank mache, gehe an der Realität vorbei. Auslöser für psychische Belastungen seien häufig private Probleme.
