Neuenburg - Es summt wie ein Raumschiff, hat auch annähernd so viel moderne Technik an Bord und sieht doch aus, wie ein ganz normales Auto: Der Geländewagen Outlander von Mitsubishi ist ein sogenannter Plug-in-Hybrid. Das bedeutet, er fährt wahlweise mit Benzin oder mit Strom, und während er mit Benzin fährt, lädt er seinen Elektro-Akku wieder auf. Diesen Wagen können alle, die schon mal selbst ein Elektroauto fahren wollten, jetzt ausprobieren.

Das Autohaus Penning in Neuenburg hat zwanzig dieser Autos gekauft und will sie jetzt bei einer großen Testaktion bis Ende Mai verleihen. „Es gibt so viele Stammtischgespräche über Elektromobilität, jeder bildet sich eine Meinung, aber wenn man fragt: Bist du denn schon mal so einen Wagen gefahren? – Dann ist die Antwort meistens: Nein“, sagt Arnim Penning. Das Autohaus wolle einen Beitrag dazu leisten, die Hemmschwelle abzubauen. Ein anderes Ziel sei es, Erfahrungen als Händler auf dem Gebiet der Plug-in-Hybrid-Autos zu sammeln.

In den vergangenen drei Jahren habe das Autohaus, das etwa ein bis zwei Wagen pro Tag verkauft, nur fünf Elektroautos verkauft. „Die Leute haben große Berührungsängste mit der neuen Technik“, sagt Arnim Penning.

Dabei sei so ein Plug-in-Hybrid absolut alltagstauglich, weil er beides hat, Elektro- und Benzinmotor, und während er mit Sprit fährt, kann er den Akku aufladen. „Bei diesem Auto ist die Reichweite nicht eingeschränkt“, sagt Penning.

Und der Wagen kann noch mehr: Er zeigt nicht nur an, ob gerade Strom verbraucht oder die Batterie über den Motor oder beim Bremsen aufgeladen wird, er macht auch deutlich, was genau Energie verbraucht. „Sitzheizung und Klimaanlage zum Beispiel sind echte Stromfresser. Das zeigt der Wagen an, deshalb ist es jedem Autofahrer zu empfehlen, so ein Auto mal zu fahren. Es schärft das Bewusstsein für den Verbrauch“, sagt Penning.

Sandra Binkenstein
Sandra Binkenstein Thementeam Soziales