JEVER - Der Angelverein Jever hat auch im vergangenen Jahr nicht nur geangelt, sondern auch Fische in seinen Vereinsgewässern ausgesetzt. Insgesamt wurden 19 936 Euro in die so genannten Besatzmaßnahmen investiert, teilte Gewässerwart Frank Coordes am Sonntag auf der Jahreshauptversammlung des Vereins unter der Leitung des Vorsitzenden Alfred de Vries im Schützenhof Jever mit. Das Budget für 2011 wurde einstimmig auf 20 000 Euro festgesetzt.

In diesem Jahr will der Verein beim Fischbesatz aufgrund der EU-Aalverordnung den Fokus erneut auf den Aalbesatz legen. Ein Kostenzuschuss über das Förderprogramm sei bereits beantragt worden, sagte Coordes. Der Fisch des Jahres 2011 ist die Äsche.

2010 wurden zudem an acht Terminen 41 Wasserproben aus den Vereinsgewässern entnommen und untersucht. Die Messwerte befanden sich in einem normalen Bereich. Nur die Phosphatwerte seien teilweise kritisch gewesen, so Coordes.

Im Oktober und November 2010 habe der Verein darüber hinaus erstmals eine Cyanobakterien-Massenentwicklung (Blaualgen) in Moorwarfen beobachtet. Entsprechende Hinweisschilder wurden von der Stadt Jever aufgestellt.

Coordes wies zudem auf die Müllproblematik an einigen Gewässern hin. „Unsere Gewässer sind keine Müllplätze“, sagte er. Neben Fremdmüll sei auch immer wieder Müll gefunden worden, der nur von Anglern stammen könne, wie etwa leere Mais- oder Mehlwürmerdosen. Er appellierte an alle Mitglieder, ihren eigenen Müll mitzunehmen und gleichzeitig darauf zu achten, dass auch andere Nutzer der Gewässer sich entsprechend verhalten.