JEVER - Das seit knapp einem Jahr geltende Rauchverbot in Gaststätten hat der Jever-Brauerei Absatzeinbußen von fünf bis zehn Prozent in der Gastronomie beschert. „Betroffen ist vor allem Fassbier“, berichtete Brauhaus-Geschäftsführer Wolfgang Speth am Donnerstag auf einer Pressekonferenz zum 160-jährigen Bestehen der Marke Jever-Bier. „Viele kleine Eckkneipen hat das Rauchverbot hart getroffen“, so Speth.
Das Brauhaus in der friesländischen Kreisstadt wurde 1848 von Diedrich König gegründet und gilt heute als eine der erfolgreichsten Brauereien Deutschlands mit einer der modernsten Produktionsstätten der Welt. „In den vergangenen zwölf Jahren ist fast die gesamte Technik erneuert und erweitert worden“, sagte Betriebsleiter Wolfgang Janssen.
Brauereigründer König setzte auf die besondere Qualität des mit eigenem Quellwasser gebrauten Bieres. Sein Nachfolger Theodor Fetköter, der die Brauerei 1867 übernahm, baute das Marketing und den Vertrieb aus.
In den 1920-er Jahren kam erstmals „Jever Pilsener“ auf den Markt. Seit den 1950-er Jahren ging es steil bergauf. 1951 füllte das Brauhaus 1200 Flaschen pro Stunde ab, heute sind es bis zu 60 000 Flaschen, die bundesweit vermarktet werden.
Nach verschiedenen Eigentümerwechseln ist das Friesische Brauhaus zu Jever inzwischen eine 100-prozentige Tochter der Radeberger Gruppe KG.
