JEVER - Seit 2002 werden alle Frauen in Friesland zwischen 50 und 69 Jahren automatisch alle zwei Jahre zum Mammografie-Screening zur Brustkrebs-Früherkennung eingeladen. In diesem Jahr geht das Projekt in die fünfte Runde. Das Mammobil, in dem ein Fachteam die Brüste der teilnehmenden Frauen röntgt, steht zurzeit auf dem Alten Markt in Jever. Ab dem 14. Februar macht die mobile Röntgenpraxis Station in Schortens.

Rund 40 000 Frauen wurden seit Projektstart jedes Jahr untersucht. Laut dem Wittmunder Radiologen Dr. Gerold Hecht, verantwortlicher Arzt für das Mammografie-Screening Nordwest, liegt die Teilnahmerate bei rund 60 Prozent. Ziel ist, durch frühzeitiges Erkennen von Tumoren die Heilungschancen zu vergrößern und die Sterblichkeit von erkrankten Frauen zu senken. „Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser kann der Krebs behandelt werden und desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs bereits Metastasen im ganzen Körper gebildet hat“, sagt Hecht.

Wird ein verdächtiger Knoten entdeckt – die Experten erkennen Knoten schon in einer Größe von vier Millimetern – wird direkt abgeklärt, ob es sich um Krebs, oder um eine gutartige Veränderung handelt.