JEVER - 2008 hatte der Bürgerverein Jever trotz elf Eintritten mit sinkender Mitgliederzahl zu kämpfen. Derzeit zählt der Verein 612 Mitglieder, berichtete Vorsitzende Silvia Jennerich bei der Jahreshauptversammlung am Freitag. Der Bürgerverein versucht nun, dem Mitgliederschwund durch Schnuppermitgliedschaften entgegenzuwirken. An der Hauptversammlung nahmen zahlreiche Ratsmitglieder, der stv. Bürgermeister Horst-Dieter Husemann, Björn Mühlena vom Ordnungsamt und Landrat Sven Ambrosy teil.
Auch 2008 standen viele gesellige Veranstaltungen auf dem Programm, angefangen beim Bürgerball über Besenwerfen und Grillfest bis hin zur Fünf-Tages-Fahrt nach Werningerode. Zudem nahm der Bürgerverein am Treffen der Dorfgemeinschaften teil und hat eine Unterschriftenaktion gegen die „Abholzung“ im upjeverschen Forst organisiert.
Wahlleiter Siegfried Harms, Alt-Bürgermeister und Ratsherr, sorgte dafür, dass die Vorstandswahl mit Humor und fix über die Bühne ging. Silvia Jennerich wurde einstimmig wiedergewählt. Sie kündigte allerdings an, bei der nächsten Wahl in zwei Jahren den Vorsitz in jüngere Hände legen zu wollen. Heiko Schönbohm ist weiterhin stv. Vorsitzender, Kassenwart bleibt Ralf Berends, der nur Gutes zu berichten hatte. „Der Bürgerverein steht gesichert da“, meinte er. Zudem sei das Quartalsminus erfreulich gering ausgefallen.
Renate Huckfeldt schied als stv. Kassenwartin aus, Ralph Habersetzer übernahm ihre Aufgabe, Ingrid Pardey und Klaus Schwarz bleiben Schriftführer. Die Vergnügungsleitung teilen sich weiterhin Rosemarie Bönisch und Toni Thiele.
Für langjährige Mitgliedschaften wurden Karl Kühl, Mine-Christine Klasen (beide 60 Jahre) sowie Dieter Hollmann und Uwe Schmoll geehrt (25 Jahre).
Über neue Entwicklungen im Stadtrat informierte Husemann. Er hob drei Themen hervor, mit denen sich der Rat 2009 intensiv beschäftigen wird: das geplante Altstadtquartier, die Ansiedlung einer Seniorenresidenz hinter dem Pekol-Parkplatz sowie der Umzug eines Pferdehofs an die Seetzenstraße (die NWZ berichtete).
Björn Mühlena hatte ein besonderes Anliegen. „Wir suchen noch dringend Wahlhelfer.“ Interessierte sollen sich bei der Stadt melden. Weitere Themen, die er ansprach, waren der vorgeschriebene Winterdienst, das Verkehrsverhalten und geplante Baumfällaktionen.
Als wichtiges Bindeglied zwischen Stadt, Landkreis und Bürgern bezeichnete Sven Ambrosy den Bürgerverein. Auch er gab Einblick in geplante Vorhaben wie die Verlegung der Förderschule am Schlosserplatz zum Dannhalm. Cornelia Papen, Fachbereichsleiterin Jugend und Familie beim Landkreis Friesland, hielt ein Kurzreferat über die Familienservicebüros.
