Jever - Der Bauhof der Stadt Jever könnte künftig mit einem Elektrotransporter unterwegs sein. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss fassten die Mitglieder des Bauausschusses am Mittwochnachmittag einstimmig. Wenn das Votum im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss am 22. Mai ebenfalls positiv ausfällt, dann kann mit der Umsetzung begonnen werden.
Die Idee kommt von der Stadtverwaltung, die einen Leasingvertrag mit einer Laufzeit von zwei Jahren für das E-Fahrzeug vorgeschlagen hat. Die Firma Streetscooter stellte den batteriebetriebenen Pickup am Mittwoch vor. Mit einer Reichweite von gut 80 Kilometern kommt man mit dem Nutzfahrzeug zwar nicht sehr weit, laut Bürgermeister Jan Edo Albers, reicht das aber für die Bedürfnisse des Bauhofs. Große Reichweiten seien normalerweise nicht erforderlich. Gut 40 bis 50 Kilometer am Tag werde der jetzige Transporter bewegt.
Hintergrund der Überlegungen ist, dass der Transporter des Bauhofs von 2004 Mängel am Fahrwerk und starke Korrosion aufweist und damit wohl nicht mehr durch den TÜV kommt. „Eine TÜV-Abnahme wäre mit erheblichen Reparaturkosten verbunden, die wirtschaftlich nicht mehr zu vertreten sind“, sagte Hans-Wilhelm Schaus von der Stadtverwaltung.
„Das Leasing ermöglicht uns, Erfahrungen zu sammeln“, sagte Schaus. „So können wir sehen, wie es mit der Beladung passt, mit dem Verbrauch und ob wir mit der Reichweite klarkommen.“
Laut Streetscooter hat das E-Fahrzeug zumindest im Verbrauch deutliche Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Diesel. Die Post, die diese Fahrzeuge im Einsatz hat, spare bis zu 80 Prozent Betriebskosten, sagte der Firmenvertreter.
Eine erste Runde mit dem E-Transporter drehte Bürgermeister Jan Edo Albers schon mal. Olaf Harjes (Grüne) begrüßte den Vorstoß der Stadt mit Verweis auf den „Vorbild-Charakter der Kommunen“ bei der Förderung von Elektroautos.
Die FDP bat um detailliertere Zahlen vor allem im Vergleich zum Dieselfahrzeug.
