JEVER - Die Zahl der bestätigten EHEC-Fälle hat sich in Friesland am Mittwoch auf sechs erhöht. Unter den Betroffenen ist auch ein Kind.
Nach Angaben der Kreisverwaltung wurde der gefährliche Durchfall-Erreger bei drei männlichen und drei weiblichen Patienten im Alter zwischen 4 und 71 Jahren nachgewiesen. Zwei der Patienten werden im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch intensivmedizinisch betreut, die anderen vier sind zu Hause und können ambulant behandelt werden. Das vierjährige Kind gehört nach Angaben von Kreis-Sprecher Sönke Klug nicht zu den Intensiv-Patienten.
Die Übertragungswege des Erregers, der im Norden grassiert und im Extremfall zu Nierenversagen führen kann, sind unklar. Im Verdacht stehen belastete Lebensmittel. In Großküchen werden deshalb erste Vorsorgemaßnahmen getroffen. Über die selbstverständliche Hygiene hinaus wird vor allem bei Frischeprodukten darauf geachtet, dem Keim keine Chance zu geben, sagt Ralf Patron, der mit seinem Catering-Service viele Schulmensen in Friesland beliefert. Auch in der Großküche der AWo in Roffhausen wurden die Mitarbeiter sensibilisiert. Zudem seien Desinfektionsmittel bestellt und die Lieferanten verpflichtet worden, die Unbedenklichkeit ihrer Ware zu garantieren, sagte ein Sprecher.
