JEVER - Seit einigen Wochen schon können Skater und BMX-Fahrer die neue Skater-Anlage am Sportforum nutzen. Nun wurde der Platz auch offiziell eingeweiht – mit rasanten Sprüngen von Profi-Skatern, Tanzvorführungen und einem kleinen Grillfest.

Bürgermeisterin Angela Dankwardt wies in ihrer Eröffnungsrede auf die im wahrsten Sinne des Wortes „bewegte Geschichte“ der Skateranlage hin. 1998 wurde sie zunächst auf dem Hof der Paul-Sillus-Schule eingerichtet – damals finanziert mit Erlösen aus der Stadttombola. Von dort wanderte sie auf den Parkplatz des damaligen Wal-Mart-Supermarkts an der B 210. Im Jahr 2002 wurden die Elemente abgebaut und eingelagert. Auf den Protest von Jugendlichen folgte 2004 ein Neuaufbau auf dem Wendehammer im Gewerbegebiet, wo die Anlage zwei Jahre später aufgrund von Anliegerprotesten wieder verschwand.

Auch der Neustart am Sportforum hat eine lange Geschichte. Eigentlich sollte die Anlage größer ausfallen und von der Ausbildungswerkstatt des Handwerks gebaut werden. Sogar von einer wettkampftauglichen Arena war die Rede. Doch diese Pläne erwiesen sich als nicht praktikabel. Beim Einholen von Angeboten gewerblicher Ausrüster wurde schnell klar, dass der zunächst kalkulierte Kostenrahmen gesprengt wird.

Die Stadt entschied sich für eine abgespeckte Variante und den Aufbau in mehreren Stufen. Jugendhaus-Leiter Detlef Berger hatte 36 000 Euro bei Sponsoren, Stiftungen und Parteien gesammelt, die Stadt legte noch mal 14 000 Euro drauf. So konnte die Anlage mit einer speziell präparierten Asphaltfläche und drei Rampen in ihrer jetzigen Form gebaut werden.

Dankwardt appellierte an die Nutzer, die Anlage gut zu behandeln und Schutzkleidung zu tragen. „Ich möchte nicht, dass Jugendliche, die hier friedlich ihren Spaß haben wollen, von anderen traktiert werden, ich möchte keinen nächtlichen Alarm und keinen Vandalismus“, so Dankwardt.


Wann die Anlage weiter ausgebaut wird, hängt vom – derzeit chronisch knappen – Geld ab. So lange müssen sich vor allem die fortgeschrittenen Fahrer damit abfinden, dass der Platz keine unbegrenzten Möglichkeiten bietet.

„Derzeit fehlt für spektakulärere Aktionen noch die Anlauf- und Auslauffläche“ sagt der Profi-Skateboarder Simon Scholz aus Varel, der dem Publikum zur Eröffnung zusammen mit anderen Fahrern rasante Sprünge über die Rampen zeigte. Laut Elke Janßen vom Jugendhaus ist geplant, in einer nächsten Ausbaustufe rund um den Platz entsprechende Anlauf- und Auslauf-Rampen aufzustellen.

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