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Landjugend Verband nicht nur für Landwirte

JEVER - Sie schalten sich in die Landwirtschaftspolitik ein, stehen in regelmäßigem Austausch mit dem Landwirtschaftsmister und haben u. a. auch die Erntekrone für den aus Niedersachsen stammenden Bundespräsidenten gebunden: Die Niedersächsische Landjugend ist mit ihren rund 10 000 Mitgliedern eine der größten Jugendorganisationen im Lande. Zur Hauptausschusssitzung, bei der u.a. die nächsten Projekte, Fragen zum Bundesfreiwilligendienst und zur Agrararbeit im Mittelpunkt standen, trafen sich jetzt knapp 40 Delegierte im Schützenhof in Jever.

Entgegen landläufiger Meinung haben sich in der Landjugend keineswegs nur junge Landwirte zusammengeschlossen: „Das Verbindende ist der ländliche Raum“, sagt Landesvorsitzende Janina Tiedemann aus Armstorf im Landkreis Cuxhaven. Keimzelle der Landjugend sei zwar die Landwirtschaft, doch heute komme nur noch etwa die Hälfte der Mitglieder auch aus der Landwirtschaft“, so Oldenburgs Bezirksvorsitzender Reent Weerda.

Breiten Raum des zweitägigen Treffens, das mit einem Ausflugsprogramm begonnen hatte, waren Projekte wie die 72-Stunden-Aktion. Dabei sind die 76 Ortsgruppen aufgerufen, in drei Tagen etwas für ihren Ort zu schaffen: etwa einen Spielplatz, ein Buswartehäuschen oder einen Rastplatz. Bezugspersonen in den jeweiligen Orten wüssten, was gebraucht werde und helfen bei der Aktion, sagt Tiedemann. Unter dem Motto „Wi pakt dat an“ läuft die 72-Stunden-Aktion landesweit von 26. bis 29. Mai unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident David McAllister.

Großes Thema des Treffens war u.a. auch der geplante Bundesfreiwilligendienst, der den Zivildienst ersetzen soll (die

NWZ

  berichtete). Auch in der Landwirtschaft sind Zivildienstleistende eingesetzt: Die gelernten Landwirte kommen als Betriebshelfer oder -leiter auf Höfe in Notlagen, weil der Landwirt ausgefallen ist. Sechs bis acht davon gebe es Tiedemann zufolge landesweit. Wie das künftig geregelt werden soll, sei noch unklar.
Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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