JEVER - Die Ortslandvolkvereine Cleverns und Sandel-Möns haben kürzlich fusioniert (die NWZ berichtete). Dass sich – wie seitens des Landvolks Cleverns-Sandel-Möns gewünscht – auch der Ortslandvolkverein Jever dem neu geschmiedeten Verband anschließt, ist derzeit aber unwahrscheinlich: „Wir werden die Partnerschaft und Zusammenarbeit fortsetzen, eine Fusion ist derzeit aber nicht geplant“, sagte der Vorsitzende des Ortslandvolks Jever, Enno Beenken, jetzt auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Chauseehaus. Die Eigenständigkeit des Ortslandvolkvereins soll erhalten bleiben.
In seinem Jahresbericht ging Beenken auch auf das Wetter ein. Es gab in 2007 wenig Frost. Beim Ackern der Böden konnte man sich im März schon einen ersten Sonnenbrand einfangen. Die Maissaat ging früh auf. Im Sommer gab es schlechtes Wetter. Die Silo- und Maisernte gestaltete sich schwierig. So manches Maisfeld blieb stehen.
Bei den Preisen für landwirtschaftliche Produkte habe es Ende 2007 einen Höhenflug gegeben, so Beenken. Der Getreidepreis verdoppelte sich. Die Preise für Kuhfutter und Betriebsstoffe (Diesel) zogen entsprechend mit. Der Milchpreis war gut. Gründe hierfür waren Beenken zufolge die stärkere Nachfrage auf dem Weltmarkt. Derzeit würden die Preise wieder stark sinken.
Nach Angaben von Geschäftsführer Erhard Bruns hat das Landvolk Jever 28 Mitglieder, von denen 16 noch aktiv Landwirtschaft auf einer Gesamtfläche von 957,6 Hektar betreiben. Gegenüber der im Geschäftsjahr 2006 ausgewiesenen Gesamtfläche von 1031,6 Hektar hat die bewirtschaftete Fläche um 109 Hektar abgenommen.
Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Nach den Regularien bildete das traditionelle Frikadellenessen mit Bratkartoffeln und Gurken in der gemütlichen Gaststube von Herbert Magnus einen gelungenen Abschluss der Jahreshauptversammlung.
