JEVER - Die Preise für Milch und Milchprodukte auf dem Weltmarkt werden zwar nicht weiter steigen, sich aber auf dem derzeitigen Niveau stabilisieren. So lautete am Donnerstag die Prognose von Dr. Rudolf Schmidt, Milchreferent des Deutschen Bauernverbands, beim Milchforum 2007 des Kreislandvolkverbands in Jever.

Seit zwei Jahren steigen auf dem Weltmarkt die Preise, die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten übersteige langfristig das Angebot, berichtete Schmidt vor gut 50 Landwirten aus Friesland. „Nun sind die Weltmarktpreise endlich in Europa und Deutschland angekommen“, sagte er.

Insbesondere Landwirte, die ihre Milch an Molkereien abgeben, die einen Mix aus Magermilch- und Molkepulver, Block- und abgepackter Butter sowie Trinkmilch produzieren, profitierten von einem höheren Milchpreis von im Schnitt 36 Cent.

Am stärksten eingeschränkt werde die Milchproduktion künftig durch immer weniger Anbauflächen: „Der Trend geht weg vom Anbau von Futter für die Milchproduktion hin zum Anbau von Getreide für Bioenergie und Bioethanol“, sagte er. Das sei in den USA, aber auch in Australien schon deutlich zu sehen. Dirk Albers von der Versuchsstation Infeld der Landwirtschaftskammer riet den Landwirten, angesichts steigender Getreidepreise bei Grünfutter und Silage für ihre Kühe zu bleiben.