JEVER - Wie die Mitarbeiter in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Jever etwa Elektro-Konsolen für Badezimmermöbel anfertigen, zeigten sie Besuchern am Sonntag beim Tag der offenen Tür.
Auch die „grüne Gruppe“ aus Barkel, bestehend aus neun Mitarbeitern, deren Schwerpunkt der Garten- und Landschaftsbau ist, präsentierte sich und bastelte, auch auf Bestellung und nach Kundenwünschen, Adventsgestecke für die Weihnachtszeit.
Die Betreuer der WfbM, in der mehr als 200 Menschen – teils mit schwersten Behinderungen – tätig sind, stellten den vielen Gästen ihre Arbeit vor, erklärten Tagesabläufe und zeigten ihnen, wofür welche Räume genutzt werden. So verfügt die WfbM etwa über mehrere Ruheräume und einen „Snoezelenraum“, in dem die Mitarbeiter sich entspannen können und Kraft tanken für die Tagesaufgaben. „Das Wichtigste hier ist Struktur. Jeder arbeite nach seinen Möglichkeiten mit“, so Lothar Steinbach, Leiter der WfbM.
„Die Menschen kommen in die Werkstatt, weil wir sie hier ernst nehmen, weil wir sie wertschätzen“, so Steinbach.
Schwerpunkt der Arbeit sei neben vielfältigen Betreuungsangeboten die serielle Produktion. Dazu gehören etwa Kabelkonfektionierung, Montagearbeiten und Verpackungsarbeiten.
Die behinderten Menschen führen Handarbeiten mit verschienen Schwierigkeitsgraden oder Arbeiten an Maschinen bis hin zu computergesteuerten Automaten durch. Typische Produkte sind etwa Leitungen für Halogenlampen, Kabelbäume für medizinisch-technische Geräte und verschiedene Verpackungsarbeiten.
Beim Tag der offenen Tür, wurde aber nicht nur die Produktion vorgestellt, sondern auch der neue Anbau an der alten Produktionsstätte, der im Januar 2012 fertig werden soll.
Für die Gäste gab es zudem Glühwein, Grünkohl, Bratwurst und eine Tombola sowie viele Geschenkideen im eigenen Werkstattladen.
