JEVER - Einen Platz an der Sonne will die Bürger-Photovoltaik-Genossenschaft bieten, die sich derzeit in Jever gründet. Das Gemeinschaftsprojekt der Stadt und der Volksbank will seinen Mitgliedern die Möglichkeit bieten, in Photovoltaik-Anlagen zu investieren, die auf den Dächern der Grundschule Cleverns, der Paul-Sillus-Grundschule in Jever und der Friesland-Halle des Jeverländer Rennvereins im Gewerbegebiet installiert werden.

Insgesamt steht eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern zur Verfügung. Nach Angaben von Sabine Kleihauer von der Volksbank reicht die erwartete Sonnenenergie aus, um 50 Vier-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen.

Das Investitionsvolumen beträgt rund eine Million Euro. 300 000 Euro davon sollen als Eigenkapital über die Mitglieder der Genossenschaft eingeworben werden. Der Mindestgeschäftsanteil beträgt 1000 Euro, die Höchstbeteiligung liegt bei 10 000 Euro. Durch diese Begrenzung soll die Genossenschaft „Sonnenstadt Jever“ auf eine möglichst breite Basis gestellt werden, betonte Gerd Köhn vom Volksbank-Vorstand. Die Photovoltaik-Anlagen sollen schon im August installiert werden.

„Bei diesem Modell gibt es nur Gewinner“, betonte Köhn. Die Stadt und der Rennverein erhielten Pachterträge für die Dachflächen, der Stadt winkten zudem Gewerbesteuereinnahmen. Die Mitglieder der Genossenschaft könnten mit einer attraktiven Rendite rechnen. Und die Umwelt werde durch eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes geschont.

Stadt Jever und Volksbank übernehmen nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Michael Engelbrecht mit dem Projekt eine Vorreiterrolle im Weser-Ems-Gebiet. Nach dem Start in Jever soll das Genossenschaftsmodell auf die anderen Kommunen im Jeverland übertragen werden.


Am Dienstag, 3. Juli, findet im Immobilien- und Finanzzentrum der Volksbank an der Mühlenstraße ein Infoabend statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.