JEVER - Die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen der GPS in Jever ist immer auf der Suche nach Arbeitsplätzen für ihre Beschäftigten außerhalb der Werkstatt. „Unser Ziel ist es immer, unsere Leute in den regulären ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln“, sagt Werkstattleiter Lothar Steinbach: „Solche Jobs stärken das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein.“

Rund 50 Beschäftigte aus allen GPS-Einrichtungen sind so in Unternehmen tätig – von der Lebensmittelverarbeitung und der Fahrradproduktion über Schlossereien bis zum Garten- und Landschaftsbau.

Mit Beginn der Gartensaison startet die GPS mit dem jeverschen Garten- und Landschaftsbaubetrieb Gerdes nun das Projekt „In.Ga – integrativer Gartenpflegedienst“: Zwei Mitarbeiter der Werkstatt Jever übernehmen von April bis Oktober Gartenpflegedienste im Kundenauftrag. Dazu haben Firmenchef Jens Gerdes und seine Frau Frauke Büsing-Gerdes extra einen neuen Mitarbeiter eingestellt: Garten- und Landschaftsbauer Keno Hanf bringt Erfahrungen im sozialen Bereich mit und wird die neuen Mitarbeiter, die zu festen Tagessätzen beschäftigt werden, anleiten.

„Wir wollen mit dem Projekt keineswegs billige Leiharbeitskräfte gewinnen“, betonte Gerdes. Entstanden sei die Kooperation vielmehr durch persönliche Kontakte zur GPS.

Wie begehrt die beiden Saison-Arbeitsplätze bei den Beschäftigten der Behinderten-Werkstatt sind, zeigten die Bewerbungen: Zehn Leute wollen im Gartenbau arbeiten. Auch Gerdes kann sich vorstellen, zwei Mitarbeiter zu übernehmen – erst sollen mit dem Projekt aber praktische Erfahrungen gesammelt werden.