JEVER - Die Hase Safety Group ist auf Wachstumskurs und investiert fünf Millionen Euro in den Ausbau ihres Standorts in Jever (Kreis Friesland). Bis Mitte nächsten Jahres will der Anbieter von Arbeitsschutzbekleidung unter anderem ein neues Logistikzentrum mit vollautomatischem Hochregallager errichten. Außerdem sind der Ausbau der Vertriebs- und Verwaltungszentrale sowie bereits vorhandener Produk- tionsbereiche geplant. Die Betriebsfläche wachse um mehr als das Doppelte, so Firmeninhaber Theodor Wagner.
Das Land bezuschusst die Investitionen im Rahmen der Wirtschaftsförderung mit einem sechsstelligen Betrag.
Ursprünglich wollte Wagner in die Niederlassung Herne in Nordrhein-Westfalen investieren. Frieslands Wirtschaftsförderer haben ihn jedoch überzeugt, in den Standort Jever zu investieren, erklärte Wagner am Freitag vor Journalisten. Auch dort verfüge das Unternehmen noch über die nötigen Grundstücksflächen.
Ausschlaggebendes Argument für Jever sei die Nähe zum Jade-Weser-Port, der im nächsten Jahr in Betrieb gehen soll, so Wagner. Er erhoffe sich eine um drei bis vier Tage verkürzte Anlieferung in die Logistikzentren, wenn die zurzeit 450 See-Container mit Halb- und Fertigwaren aus Asien künftig vermehrt in Wilhelmshaven und nicht mehr über Hamburg, Bremerhaven oder Rotterdam anlanden. „Eine Baumaßnahme auf dem Hafengelände oder im Jade-Weser-Park in Schortens wäre wenig sinnvoll gewesen, da wir unterschiedliche Warenströme aus dem In- und Ausland wieder zusammenführen müssen“, so Wagner.
Die Hase Safety Group verfügt neben eigenen Produktionsstätten in der Schweiz und Polen auch über diverse langjährige Produktionspartner in Asien, Ungarn und Italien. Das Unternehmen plant aber, mittelfristig wieder einige zurzeit noch in Asien gefertigte Produkte nach Deutschland zurückzuholen, um den „Know-how“-Schutz sicherzustellen. Es sei geplant, in absehbarer Zeit wieder in Jever zu produzieren.
