JEVER -
ulrich schönborn
JEVER - Die Wangerpütt als älteste Püttgemeinschaft feierte ihr 285. Püttfest traditionell im Haus der Getreuen. Nach einem Besuch im benachbarten Bismarck-Museum ging es um Mitternacht Topfdeckel schlagend zum Brunnen an der Wangerstraße, um das Wasser zu testen.Noch recht jung sind dagegen die Püttgemeinschaften in Rahrdum, die im „Kaffeehaus Rahrdum“ feierten. So kann die Gemeinschaft der Ristpütt auf eine 13-jährige Tradition zurückblicken. 1992 wurde der handgesetzte Brunnen beim Terrassenbau auf dem Hof von Rolf Ortgies entdeckt. Erheblich jünger noch ist die Hofpütt in der Rahrdumer Schweiz. Im Jahre 2000 ließ die Nachbarschaft die Pütt
von 1882 wieder aufleben.
Ein Jubiläum feierte die Gemeinschaft der Müntzpütt. Vor genau 25 Jahren tauchtem die Mitglieder aus einer Laune heraus bei der benachbarten Polizei auf, und forderten die Beamten zum Boßelduell heraus. Seitdem wird der Wettkampf jährlich aufs Neue ausgetragen. Die Ergebnisbilanz lautet 23:1 – für die Polizei.
Auf ihr Jubiläum im nächsten Jahr freut sich die Gemeinschaft der Küsterspütt. Dann feiert sie ihr 250. Püttbier. Zünftig im Fackelzug marschierten die Mitglieder zum Brunnen, wo Enno Ludewig die Amtskette an Heinrich Eden übergab. Die Wasserprobe freilich entfiel, denn die Pütt, ein Nachbau des ursprünglichen Brunnens, spendet nur noch Hochprozentiges.
Gleich zwei intakte Brunnen standen im Mittelpunkt der Feier der Pütt Bremer Schlüssel: Zwar spendet der „Zimmerbrunnen“ kein klares Wasser, dafür aber klaren Hochprozentigen. Besonders ist auch der neue Püttmeister der Gesellschaft, die von 1752 stammt und damit eine der ältesten in Jever ist: Hagen Lichtenberg ist nicht nur aus Bayern importierter Bremer, sondern als Professor Dr. der Rechte außerdem ein richtiger Akademiker.
die neuen püttmeister und ihre vorgänger im überblick
„Klock zwölf“
