JEVER - Während die Pläne für ein Hotel im Altstadtquartier aufgrund komplizierter Besitzverhältnisse noch auf Eis liegen, macht Stephan Eden vom „Schützenhof“ an der Schützenhofstraße Nägel mit Köpfen und investiert knapp 1,5 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung seines Hotels. Etwa ein Drittel der Finanzmittel stamme aus Fördertöpfen für strukturschwache Regionen. Im März sollen die Bauarbeiten starten, rechtzeitig zum Altstadtfest im August soll der Neubau fertig sein, teilten Eden und seine Frau Andrea Schrovenwever mit.

Wie bereits berichtet, erweitert Eden das Hotel um einen Neubau mit 33 Zimmern für 69 Betten. Damit erhöht sich die Bettenzahl auf 144. Der neue Trakt wird entlang der Straße Am Sportplatz an das bestehende Hotelgebäude angebaut. Ein Flachdach hält die Option für eine spätere Aufstockung des dreigeschossigen Gebäudes offen. Zudem investiert Eden in einen 200 Quadratmeter großen öffentlichen Wellnessbereich mit Saunen sowie Räumen für Kosmetik und Massage.

Mit diesem Angebot strebt er einen Drei-Sterne-Plus-Standard mit Option auf eine Kategorisierung im Vier-Sterne-Bereich an. Bisher handelt es sich beim Schützenhof um ein Drei-Sterne-Hotel.

Für die Hotelerweiterung müssen Teile des alten Schießstandes und der Kegelbahn weichen. An ihrer Stelle entstehen im rückwärtigen Bereich 100 Auto- und sechs Busparkplätze. Der Neubau erhält Eden zufolge in Anlehnung an den alten Schützenhof eine Fassade aus Putz und Klinker. Der älteste Teil der Gaststätte wurde im Jahr 1756 gebaut, der große Saal entstand 1903. Der Hoteltrakt wurde 1996 eingeweiht.

Mit der Erweiterung soll auch ein neues Konzept realisiert werden. „Der Schützenhof will sich gleichzeitig bodenständig, regional und modern präsentieren“, erläuterte Eden. Durch die Erweiterung entstünden acht neue Arbeitsplätze. Insgesamt beschäftigt der Schützenhof dann 40 Mitarbeiter.


„Wir müssen unsere Zukunft sichern und uns auch mit Blick auf die Pläne für die Innenstadt positionieren“, betonen Stephan Eden und Andrea Schrovenwever. Durch die Erweiterung könne das Hotel auch bei einer Belegung durch Busreisegruppen Kapazitäten für Einzelgäste, Geschäftsleute und Familienfeiern bieten. Zudem wollen die Inhaber mit Pauschalangeboten neue Zielgruppen ansprechen.

Der Hotel- und Saalbetrieb soll während der Bauarbeiten weiterlaufen. Am Freitag, 5. März, feiert die Landjugend Jever ab 20 Uhr auf dem Schießstand und der Kegelbahn eine Abrissparty.