Jever - Sie lauschen und rufen wieder: Aus Beton und Stahl sind sie, menschgroß und bis zu einer ordentlichen Tonne schwer. Die beiden Skulpturengruppen Vater und Kind wurden am Montag vom Bauhof wieder an ihre angestammten Plätze an der Pferdegraft und am Alten Markt, gestellt. Den Anfang macht der „Rufer“ bei Spielewelt– er war im Juli Opfer von Zerstörungswut geworden: Unbekannte hatten ihn mutwillig umgekippt und dabei Brüche verursacht.
Im Juli waren beide Figurengruppen abmontiert worden – danach folgte neben der Reparatur auch eine Überprüfung ihrer inneren Stabilität und Standfestigkeit. Künstler Stephan Schmidt hat dabei auch die Schweißnähte neu gesetzt.
Montagmorgen wurden die provisorisch zugepflasterten Löcher wieder aufgebrochen und die Figuren per Radlader von zwei Mitarbeitern des Bauhofs innerhalb von circa 20 Minuten wieder aufgestellt. Zu Mittag waren alle vier Figuren wieder an ihrem Platz.
Die Skulpturen aus Beton und Stahl wurden vor knapp sechs Jahren modelliert und aufgestellt. Hans Wilhelm Schaus, Abteilungsleiter des Bauamts in Jever, ist zufrieden: „Es geht heute besser als erwartet. Bis zum Mittag haben wir die Figuren auch wieder einbetoniert.“ Schaus wünscht sich statt eines erneuten Anschlags auf die Betonskulpturen lieber Verschönerungen: „Gut fand ich ja, als jemand einen Schal um den Hals einer der Figuren gelegt hatte. Das ist witzig und zeigt, dass sich die Leute damit befassen.“
Passanten blieben direkt stehen und freuten sich sichtlich über die zurückgekehrten Beton-Jeveraner.
